
Getreidezubereitungen, Milchprodukte und Wein führten weiterhin die EU-Exporte an, während Kakao, Kaffee und Schokolade die stärksten Wertzuwächse verzeichneten.
Christian Vogel
Die EU-Exporte von Agrar- und Lebensmitteln haben im Jahr 2025 ein Volumen von insgesamt 226,5 Milliarden Franken erreicht (238,4 Milliarden Euro), was einem Anstieg von 2,2 Milliarden Franken (2,3 Milliarden Euro) bzw. 1 % gegenüber 2024 entspricht.
Dies sei trotz globaler wirtschaftlicher Herausforderungen ein neuer Rekordwert, betonte die EU-Kommission in ihrem aktuellen Agrar- und Lebensmittelhandelsbericht laut MBI.
Das Vereinigte Königreich blieb mit einem Anteil von 23 % am Gesamtvolumen (52,8 Milliarden Franken) das wichtigste Ziel für EU-Agrar- und Lebensmittelexporte. Zu den weiteren wichtigen Entwicklungen zählten deutliche Exportzuwächse in die Schweiz (+ 1,1 Milliarden Franken, +7 %) und in die Türkei (+ 1,0 Milliarden Franken, +16 %).
Auch EU-Importe legen 2025 erneut zu
Getreidezubereitungen, Milchprodukte und Wein führten weiterhin die EU-Exporte an, während Kakao, Kaffee und Schokolade die stärksten Wertzuwächse verzeichneten. Dies führt die Kommission vor allem auf steigende Preise zurück.
Die Importe von Agrar- und Lebensmitteln stiegen indes auf 179,2 Milliarden Franken (188,6 Milliarden Euro), was einem Anstieg von 14,5 Milliarden Franken (15,3 Milliarden Euro) bzw. 9 % gegenüber 2024 entspricht. Das Vereinigte Königreich, Brasilien und die USA blieben die wichtigsten Lieferanten, wobei Kakao, Kaffee sowie Obst und Nüsse aufgrund höherer Weltmarktpreise das Importwachstum anführten.
Gleichzeitig grösster Importeur
Die EU verzeichnete 2025 gemäss weiteren Angaben einen Handelsüberschuss bei Agrar- und Lebensmittelprodukten von insgesamt 47,4 Milliarden Franken (49,9 Milliarden Euro). Dies sind 12,6 Milliarden Franken weniger als im Jahr 2024. Den Rückgang führt die Kommission in erster Linie auf gestiegene Importpreise für wichtige Rohstoffe wie Kaffee, Kakao, Obst und Nüsse zurück.
Die EU bleibt der weltweit grösste Exporteur von Agrar- und Lebensmittelprodukten und war 2025 auch der grösste Importeur. Der Handel mit Agrar- und Lebensmitteln machte 2025 rund 9 % der gesamten EU-Exporte sowie 7,5 % der gesamten EU-Importe und 37 % des gesamten Handelsüberschusses der EU aus.