Rumänien: Landwirte fahren Rekordernten ein

Rumäniens Landwirte haben bei Weizen, Gerste und Raps Rekordernten eingefahren. Dank günstiger Witterungsbedingungen und grösserer Anbauflächen verfügt das Land nun über ein hohes Exportpotenzial.

AgE |

Während in vielen Ländern Europas Hitze und Trockenheit für Einbussen bei der Getreideernte gesorgt haben, können sich die Landwirte in Rumänien über neue Rekordmengen freuen. Nach Angaben der Plattform Latifundist wurden 13,4 Mio. Tonnen Weizen eingebracht.

Das waren 3 % mehr als 2025. Das Aufkommen an Gerste belief sich auf 3,4 Mio. Tonnen, womit das Vorjahresniveau um etwa 13 % übertroffen wurde. Auch die Rapsernte sorgte für zufriedene Gesichter. Mit 3,52 Mio. Tonnen lag die Erntemenge um 25 % über dem 2025 erreichten Niveau.

Vergrösserte Anbauflächen

Möglich wurden die guten Resultate zum einen durch eine Vergrösserung der Anbauflächen dieser drei wichtigen Kulturen, und zwar auf Kosten von Mais und Sojabohnen. Zum anderen gab es in den Böden grosse Feuchtigkeitsreserven.

Schon im September 2025 fielen erste Niederschläge, der Winter brachte viel Schnee, und die Regenfälle hielten bis Mitte Juli an. Ausserdem hatten die Landwirte nach den trockenen Jahren 2020 bis 2025 erst spät damit begonnen, die Winterkulturen auszusäen.

Hohes Exportpotenzia

Durch die grossen Erntemengen verfügt Rumänien nun über ein hohes Exportpotenzial. Das Land ist zum zweiten Mal in Folge einer der EU-Spitzenreiter bei der Versorgung mehrerer wichtiger Agrargüter. Seit Beginn des neuen Wirtschaftsjahres am 1. Juli wurden bereits 2,35 Mio. Tonnen Weizen, 1,6 Mio. Tonnen Gerste und 0,8 Mio. Tonnen Raps ins Ausland geliefert.

Stark verkleinert wurde von Rumäniens Ackerbauern die Maisfläche. Sie wird auf 1,6 Mio. Hektaren geschätzt, während es im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2022 rund 2,65 Mio. Hektaren waren. Dennoch wird ein Maisaufkommen von 7,8 bis 8 Mio. Tonnen erwartet. Damit könnte das Land Frankreich überholen, wo aufgrund von Dürre und Hitze die Ernteprognose zuletzt immer weiter abgesenkt wurde. 2025 hatte Rumänien mit 1,97 Mio. Hektaren die grösste Körnermaisfläche der EU; geerntet wurden rund 10,1 Mio. Tonnen.

Die Anbaufläche von Sonnenblumen wurde zur Ernte 2026 um rund 6 % auf 1,17 Mio. Hektaren ausgeweitet. Gerechnet wird mit einer Gesamtmenge von 2,6 bis 2,7 Mio. Tonnen Sonnenblumensaat. 

Kommentare (1)

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  • Selberdenker | 01.09.2026
    Aha, die Klimakatastrophe scheint nur lokal in den deutschsprachigen Gegenden ein Problem zu sein. Deutsche Ideologen geben den Takt vor, und die linke Truppe in der Schweiz übt sich im Mitlaufen.
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