
Die Getreideunion geht davon aus, dass Russland im Wirtschaftsjahr 2025/26 insgesamt 46 bis 47 Mio. Tonnen exportieren wird.
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Insgesamt wurden von Juli bis Dezember 2025 rund 33,9 Mio. Tonnen der wichtigsten Getreidearten ins Ausland geliefert; in der Vergleichsperiode waren es 41,2 Mio. Tonnen. Der Grossteil der Exporte entfiel laut Getreideunion von Juli bis Dezember 2025 auf Weizen. Hier wurde ein Minus von 14% auf 27,9 Mio. Tonnen verzeichnet.
Relativ deutlich stärker gingen die Ausfuhren an Gerste zurück, nämlich um 28% auf 3,2 Mio. Tonnen. Die Maislieferungen sanken um 12% auf 1,8 Mio. Tonnen. Die Getreideunion geht davon aus, dass Russland im Wirtschaftsjahr 2025/26 insgesamt 46 bis 47 Mio. Tonnen exportieren wird. Sollte sich die Konkurrenzsituation am Weltmarkt verschärfen, könnten es auch nur 44 bis 45 Mio. Tonnen sein.
Aktiver Wettbewerb auf dem Weltmarkt
Der Hauptgrund für die gebremsten Exporte ist laut RGU der aktive Wettbewerb auf dem Weltmarkt. Für das gesamte Wirtschaftsjahr 2025/26 wird ein deutlicher Anstieg der Getreidelieferungen aus der EU auf bis zu 32,5 Mio. Tonnen erwartet; 2024/25 waren es 27,9 Mio. Tonnen. Zudem könnte Australien bis zu 27 Mio. Tonnen Weizen am Weltmarkt platzieren, nach 21,3 Mio. Tonnen im Vorjahr. Auch Argentinien dürfte seine Getreidelieferungen deutlich ausbauen.
Hinzu kommt, dass Russland viele Abnehmer von Weizen verloren hat. Während im Berichtszeitraum nur noch 49 Länder beliefert wurden, waren es in der Vorjahresperiode noch 69. Offenbar habe sich eine Reihe von Käufern Lieferanten aus andern Ländern gesucht, weil russische Exporteure vielfach keine Rabatte für ihre Ware geboten hätten, so die Getreideunion. Hauptabnehmer russischen Weizens war im ersten Wirtschaftshalbjahr 2025/26 Ägypten; dorthin wurden 5,35 Mio. Tonnen verschifft. Dahinter folgte die Türkei mit 4,2 Mio. Tonnen.