Schlachttiermangel: Cargill schliesst Werk

Der Agrarkonzern Cargill hat aufgrund des immer kleiner werdenden Schlachtrinderangebots in den USA sein Fleischwerk in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin geschlossen.

Der Agrarkonzern Cargill hat aufgrund des immer kleiner werdenden Schlachtrinderangebots in den USA sein Fleischwerk in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin geschlossen.

Wie das Unternehmen mitteilte, wurde die Produktion in dem Betrieb mit einer Verarbeitungskapazität von täglich bis zu 1'400 Rindern am 1. August eingestellt, rund 600 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Lediglich eine kleinere Produktionsstätte für Hackfleisch mit 200 Mitarbeitern bleibt am Standort erhalten.

Die Schliessung des Fleischwerks erfolgte laut Unternehmensangaben nach einer eineinhalbjährigen Analyse, gemäss der auch mittelfristig nicht mit einem Anstieg des Schlachtrinderangebots zu rechnen ist. Bereits seit Jahren ist der Rinderbestand in den USA rückläufig. Ausgeprägte Trockenperioden hatten diesen Trend zuletzt noch verstärkt und 2013 zur kleinsten Rinderherde seit Jahrzehnten geführt.

Experten zufolge wird der Wiederaufbau der Tierbestände noch viele Jahre dauern. Im vergangenen Jahr hatte Cargill bereits einen noch grösseren Rindfleischverarbeitungsbetrieb mit 2'000 Beschäftigten im texanischen Plainview geschlossen. Der Fleischproduzent National Beef Packing kündigte aufgrund des anhaltenden Schlachttiermangels im Januar 2014 ebenfalls die Schliessung eines Werks in Kalifornien an.

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