Schutz vor Spekulanten - Rumänien will Landverkauf an Ausländer einschränken

Rumänien will den Verkauf von Agrarflächen an Ausländer strikt einschränken. Bukarest wolle damit die eigenen Bauern schützen und Spekulationen verhindern, sagte Landwirtschaftsminister Daniel Constantin am Montag.

sda/afp |

Rumänien will den Verkauf von Agrarflächen an Ausländer strikt einschränken. Bukarest wolle damit die eigenen Bauern schützen und Spekulationen verhindern, sagte Landwirtschaftsminister Daniel Constantin am Montag.

Seine Regierung werde entweder die Fläche begrenzen, die jeweils an ausländische Staatsbürger verkauft werden dürfe, oder vorschreiben, dass der Käufer Erfahrung als Landwirt nachweisen könne. Am Sonntag hatte auch Ungarns Ministerpräsident Victor Orban angekündigt, den Verkauf landwirtschaftlicher Flächen an Ausländer zu begrenzen.

Ein Verkaufsverbot von Agrarflächen an Ausländer lehnte Minister Constantin ab: Zwar müsse Rumänien seine Bauern vor den europäischen Landwirten schützen, die mehr Geld hätten, sagte er. Doch andererseits brauche die Agrarwirtschaft Investitionen, deshalb müsse die Regierung dafür ein attraktives Klima schaffen.

800’000 Hektar, fast neun Prozent der Agrarflächen Rumäniens, gehören bereits ausländischen Investoren. Der Verkauf von Agrarflächen in Ländern wie Rumänien wird angetrieben durch die derzeit wieder steigenden Preise für Agrarprodukte.

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