Branchenorganisationen der Fleischwirtschaft aus sechs europäischen Ländern haben sich vereint und den „Europäischen Verband der nachhaltigen Vieh- und Fleischwirtschaft“ (SELMA) gegründet. Der neue Verband will sich in Brüssel mit vereinten Kräften für die Interessen der Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter einsetzen.
Zu den Gründungsmitgliedern gehören:
- die französische Interprofession für Vieh und Fleisch (Interbev)
- der Verband der belgischen Fleischwirtschaft (FEBEV)
- die italienische Intercarneitalia (OI)
- die Branchenorganisation der griechischen Fleischwirtschaft (EDOK)
- die spanischen Branchenverbände Provacuno und Interovic
- die polnische PZBM
Für eine kohärente Handelspolitik
Mit SELMA wollen die Gründungsmitglieder nach eigenen Angaben ihre Interessen bündeln und das „nachhaltige europäische Modell“ der Haltung von Wiederkäuern stärken, und zwar insbesondere bei Richtungsentscheidungen auf Ebene der Europäischen Union.
Ganz oben auf der Agenda steht eine kohärente Handelspolitik und dabei die Anforderungen an importierte Agrarwaren. Priorität sollen auch die Novelle der Industrieemissionsrichtlinie (IED) und die erwarteten Gesetzesvorschläge zur Verbesserung von Tierwohl und Tierschutz erhalten.
Erster Präsident des neuen Verbandes ist Guillaume Gauthier von Interbev; als Stellvertreter fungiert Alessandro de Rocco von Intercarneitalia. Zum Schatzmeister wurde Michael Gore von FEBEV bestimmt. Die ersten Arbeitsnachweise von SELMA sollen noch vor Jahresende vorliegen.
