Sie sorgen sich um Düngerversorgung

Angesichts reduzierter Exporte aus China und Spannungen im Nahen Osten prüft Indien neue Lieferquellen, um die Landwirtschaft ausreichend zu versorgen.

Indien sorgt sich um die Versorgung seiner Landwirtschaft mit Düngemitteln. Auslöser dafür ist nicht nur der Krieg im Nahen Osten, sondern auch eine Reduzierung chinesischer Exporte. Das meldet die Plattform «The Economic Times».

Aushelfen sollen jetzt Russland, Belarus und Marokko. Mit diesen Ländern hat die indische Regierung bereits erste Gespräche über eine Erhöhung der Düngemittellieferungen geführt.

Vorräte und Risiken

Zwar verfügt Indien derzeit über grössere Düngemittelbestände als im Vorjahr. Sollte sich jedoch der Konflikt im Nahen Osten in die Länge ziehen, könnte die Versorgung der Landwirte vor der Sommerpflanzung ernsthaft in Gefahr geraten, hiess es aus Regierungskreisen.

Indien hatte nach Angaben seines Handelsministeriums bereits im vergangenen Jahr seine Importe an Düngemitteln gegenüber 2024 um 45 % auf mehr als 27,4 Mio. Tonnen erhöht. Wichtigster Lieferant war Russland, gefolgt von China, Saudi-Arabien und Marokko. Die Importe von Düngemitteln aus Russland stiegen um 41 % auf 6,5 Mio. Tonnen. Aus den Ländern des Nahen Ostens bezog Indien etwa die Hälfte des benötigten Diammoniumphosphats und Harnstoffs. Hier waren Saudi-Arabien und Oman die Hauptbezugsquellen.

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