
Österreichs Landwirtschaftsbetriebe produzierten 2025 insgesamt 5,1 Mio. Tonnen tierische Erzeugnisse für den in- und ausländischen Markt.
Christian Zufferey
Österreichs Agrar- und Lebensmittelsektor hat 2025 sein Aussenhandelsvolumen erneut deutlich gesteigert. Nach Angaben von Statistik Austria summierten sich Exporte und Importe pflanzlicher und tierischer Agrarprodukte auf einen Gesamtwert von 37,4 Mrd. Euro (35,18 Mrd. Franken).
EU als wichtigster Handelspartner
Gegenüber 2024 ist das ein Zuwachs von 4,5%, nach einem Plus von 5,3% im Vorjahr. Damit steuerte die Land- und Ernährungswirtschaft einen Anteil von rund 10% zum gesamten Aussenhandelsvolumen des Alpenlandes bei, das sich 2025 auf 386,7 Mrd. Euro (363,8 Mrd. Franken) belief.
Der Wert der österreichischen Agrarimporte legte im vergangenen Jahr um 6,3% auf 20,1 Mrd. Euro (18,9 Mrd. Franken) zu, während sich der Exportwert um 2,4% auf 17,3 Mrd. Euro (16,3 Mrd. Franken) erhöhte. Unter dem Strich ergab sich damit ein Aussenhandelsdefizit von rund 2,8 Mrd. Euro (2,6 Mrd. Franken). Die wichtigsten Handelspartner Österreichs im Agraraussenhandel sind traditionell die EU-Partnerstaaten. Sie hatten 2025 einen Anteil von 82% an den Importen und 80% an den Exporten.
Mehr tierische Produkte
Statistik Austria legte auch die Versorgungsbilanzen für tierische Produkte vor. Demnach produzierten die Landwirtschaftsbetriebe 2025 insgesamt 5,1 Mio. Tonnen tierische Erzeugnisse für den in- und ausländischen Markt; das war 1% mehr als im Vorjahr. Der grösste Teil davon entfiel mit 4,1 Mio. Tonnen auf Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch. Erzeugt wurden zudem 874’000 Tonnen Fleisch in Schlachtgewicht und 2,1 Mrd. Eier.
Für die Ernährung im Inland standen 2025 unter anderem 539’000 Tonnen Fleisch, 398’000 Tonnen Konsummilch und 239’000 Tonnen sonstige flüssige Milchprodukte zur Verfügung, ausserdem 256’000 Tonnen Käse, 48’000 Tonnen Butter und 2,3 Mrd. Eier. Aus der heimischen Landwirtschaft konnte der Bedarf an sonstigen flüssigen Milchprodukten zu 203%, an Konsummilch zu 176% und an Käse 109% gedeckt werden. Bei Fleisch waren es 107%, bei Eiern 86% und bei Butter 70%.
Der Pro-Kopf-Verbrauch an Käse lag 2025 bei 27,8 Kilogramm; das waren 1,3 Kilogramm mehr als 2024. Während der durchschnittliche Milchkonsum mit 51,3 Kilogramm nahezu gleich blieb, wurden mit 26 Kilogramm pro Person auch mehr flüssige Milchprodukte wie Joghurt und Milchmischgetränke verbraucht. Der Rindfleischverzehr ging dagegen leicht um 0,3 Kilogramm auf 9,6 Kilogramm pro Kopf zurück.