Soja: China importiert aus Russland

China ist aufgrund des Handelsstreits mit den USA auf der Suche nach neuen Lieferanten für Sojabohnen und Getreide.

China ist aufgrund des Handelsstreits mit den USA auf der Suche nach neuen Lieferanten für Sojabohnen und Getreide.

Wie die allgemeine Zollverwaltung in Peking Ende Juli mitteilte, wurde mit sofortiger Wirkung die Einfuhr von Sojabohnen aus allen Regionen Russlands erlaubt. Zudem darf neben den sechs bisherigen Regionen nun auch aus der russischen Provinz Kurgan Weizen importiert werden. Dabei seien die Anforderungen an die Pflanzengesundheit und die Transporthygiene einzuhalten.

Russland dürfte diese Handelserleichterung entgegenkommen, denn es plant, mit Milliardeninvestitionen in seine Infrastruktur den Getreideexport zu vergrössern. Die Zielmarke liegt bei mindestens 55,9 Mio. t im Jahr 2035. Laut einem kürzlich veröffentlichten strategischen Planungsbericht des russischen Landwirtschaftsministeriums könnten es bei optimalen Bedingungen sogar 63,6 Mio. t werden.

Nach Schätzungen des Moskauer Forschungszentrums für Agrarökonomie (SovEcon) werden sich die russischen Getreideexporte in diesem Jahr auf rund 41,9 Mio. t belaufen, darunter 31,4 Mio. t Weizen.

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