
Für Gewächshausflächen wurden 241’797 EUR/ha (227’000 Franken) bezahlt.
Ramon Perucho
Auch 2024 sind die Bodenpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen in Spanien weiter gestiegen – wenn auch auf verhältnismässig niedrigem Niveau im Vergleich zu anderen Ländern.
Laut dem Landwirtschaftsministerium lag der Durchschnittspreis bei 10’248 EUR/ha ( 9’642 Franken), inflationsbereinigt ein Plus von 0,5 %, nominal inklusive Inflation eine Zunahme von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Deutliche Zuwächse und Spitzenwerte
Die Preissteigerung ist seit Jahren zu beobachten. Nominal lag der Preis 2024 sogar 13,8 % über dem Niveau von 2020. Am stärksten verteuerten sich unbewässerte Nuss- und Mandelplantagen – um 6,7 % auf 7’621 EUR/ha (7’173 Franken).
Die höchsten Preise wurden für Bananenplantagen (281’808 EUR/ha, 265’000 Franken) und Gewächshausflächen (241’797 EUR/ha, 227’000 Franken) gezahlt, die ebenfalls zulegten – um 4,7 % bzw. 2,7%.
Entwicklung bei Ackerland und Weiden
- Nicht bewässerte Ackerflächen: 7’239 EUR/ha (6’810 Franken), plus 4,8 %
- Bewässerte Ackerflächen: 17’212 EUR/ha (16’195 Franken), plus 3,9 %
- Weideland: 11’553 EUR/ha (10’874 Franken), plus 4,9 %
- Ausnahme: Weinbauflächen billiger
Nur bei bewässerten Rebflächen kam es zu einem Preisrückgang: Sie verbilligten sich um 5,7 % auf 17’735 EUR/ha (16’686 Franken) im Vergleich zum Vorjahr.
Regionale Differenzen im Preisverlauf
Auch regional zeigen sich Unterschiede: In Rioja und Kantabrien sanken die Bodenpreise – eine Ausnahme. Im Süden, etwa in Gemüse- und Obstanbauregionen wie Andalusien, erhöhten sie sich um 3,3 %.
Selbst Regionen, die von Landflucht betroffen sind, verzeichneten Preissteigerungen. In der Extremadura betrug der Durchschnittspreis 6’080 EUR/ha (5’720 Franken), ein Plus von 3,0 % gegenüber 2023.