Taiwan will tödliche Rituale für Tiere unterbinden

Die taiwanische Regierung will buddhistische Rituale unterbinden, durch die offenbar jährlich Millionen Tiere sterben. Wie die Regierung am Sonntag mitteilte, führt sie Gespräche mit verschiedenen religiösen Vereinigungen, von denen sich bereits einige bereit erklärt hätten, auf die Bräuche zu verzichten.

sda/afp |

Die taiwanische Regierung will buddhistische Rituale unterbinden, durch die offenbar jährlich Millionen Tiere sterben. Wie die Regierung am Sonntag mitteilte, führt sie Gespräche mit verschiedenen religiösen Vereinigungen, von denen sich bereits einige bereit erklärt hätten, auf die Bräuche zu verzichten.

Die Rituale sehen vor, Kleintiere wie etwa Fische oder Vögel auszusetzen. Diese «Gnadenfreilassungen» sollen das Karma der Gläubigen verbessern.

Laut Tierschützern werden in Taiwan jährlich durch solche Rituale etwa 200 Millionen Tiere getötet oder verletzt, weil sie in ungewohnten Lebensräumen keine Nahrung finden oder dort lauernden Gefahren zum Opfer fallen.

Die Regierung erwägt nach eigenen Angaben Gesetzesänderungen, die für das unerlaubte Aussetzen von Tieren Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren und Geldbussen von bis zu 2,5 Millionen taiwanischen Dollar (knapp 79’000 Franken) vorsehen sollen.

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