Tieferer Steuersatz für Erntehelfer

Nach einem monatelangen Streit um die Besteuerung von in Australien arbeitenden Rucksacktouristen ist die Abgabe nun beschlossene Sache. Reisende, die in Australien kurzfristig als Saisonarbeiter Geld hinzuverdienen, müssen künftig Steuern in Höhe von 15 Prozent auf ihren Verdienst zahlen.

Nach einem monatelangen Streit um die Besteuerung von in Australien arbeitenden Rucksacktouristen ist die Abgabe nun beschlossene Sache. Reisende, die in Australien kurzfristig als Saisonarbeiter Geld hinzuverdienen, müssen künftig Steuern in Höhe von 15 Prozent auf ihren Verdienst zahlen.

Der Senat in Canberra billigte den zwischen Regierung und Opposition ausgehandelten Kompromiss am Donnerstag mit 43 zu 19 Stimmen. Nach Protesten von Landwirten und der Opposition hatte sich die Regierung erst am Montag darauf geeinigt, noch deutlicher als vorgesehen von der ursprünglich geplanten Besteuerung von 32,5 Prozent abzugehen. In der vergangenen Woche hatte es zunächst geheissen, dass der Steuersatz künftig bei 19 Prozent liegen solle.

Viele Rucksacktouristen arbeiten während ihrer Australien-Reise als Erntehelfer in der Landwirtschaft und verdienen sich so etwas hinzu. Die Bauern befürchten, wegen der hohen Steuern künftig nicht mehr genug Saisonarbeiter zu finden. Bislang mussten jobbende Backpacker auf die ersten 18'000 australischen Dollar (rund 13'500 Franken) keine Steuern zahlen. Da die meisten von ihnen weniger verdienten, kamen sie ganz um Abgaben herum.

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