Tödlicher Ferkel-Durchfallvirus erreicht Kanada

Der Erreger einer meist tödlich endenden Durchfallerkrankung bei Ferkeln ist von den USA nach Kanada gelangt. Wie die oberste Veterinärbehörde Kanadas mitteilte, wurde das Porcine Epidemic Diarrhea Virus (PEDV) am 23. Januar 2014 erstmals im Land festgestellt, und zwar bei einem Schweinebetrieb mit 500 Sauen in Middlesex County, rund 100 km südwestlich von Toronto.

AgE |

Der Erreger einer meist tödlich endenden Durchfallerkrankung bei Ferkeln ist von den USA nach Kanada gelangt. Wie die oberste Veterinärbehörde Kanadas mitteilte, wurde das Porcine Epidemic Diarrhea Virus (PEDV) am 23. Januar 2014 erstmals im Land festgestellt, und zwar bei einem Schweinebetrieb mit 500 Sauen in Middlesex County, rund 100 km südwestlich von Toronto.

Vier Tage später wurde etwa 80 km entfernt ein zweiter Fall bestätigt. Die Viruserkrankung war zunächst im April 2013 im US-Bundesstaat Iowa aufgetreten und hat sich mittlerweile auf 23 Bundesstaaten ausgeweitet. Schätzungen zufolge sollen der Durchfallerkrankung bisher rund 1 Million Ferkel in den USA zum Opfer gefallen sein; der Schlachtkonzern Smithfield hält einem Verlust von 2 Millionen bis zu 3 Millionen Schweinen im Jahr 2014 für möglich.

Entsprechend groß ist nun die Sorge vor ähnlich hohen Verlusten bei den kanadischen Schweineproduzenten. „Was wir in den USA gesehen haben, kann auch schnell in Kanada passieren“, warnte das Vorstandsmitglied des Canadian Pork Council, Rick  Bergmann. Er rief die Erzeuger zu strikter Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen auf; insbesondere sei auf eine gründliche Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen vor Eintritt auf das Betriebsgelände zu achten. Ferner müssten unnötige Befahrungen vermieden und auf die strikte Hygiene vor und in den Ställen geachtet werden.

Die Produzenten sollten zudem Besuchsprotokolle führen und bei Krankheitsverdacht sofort den zuständigen Veterinär informieren. Zurzeit gibt es noch keine wirksame Impfung gegen die Viruserkrankung; die in Europa und China eingesetzten Mittel zur Behandlung der Transmissible Gastroenteritis (TGE) sind laut Veterinären bei dem in Nordamerika aufgetreten Subtyp bisher wirkungslos geblieben.

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