Türkei profitiert von Importembargo Russlands

Während beim Export von Fleisch bislang vor allem Brasilien vom Importembargo Russlands gegenüber der Europäischen Union profitiert, ist es bei Gemüse offenbar die Türkei.

AgE |

Während beim Export von Fleisch bislang vor allem Brasilien vom Importembargo Russlands gegenüber der Europäischen Union profitiert, ist es bei Gemüse offenbar die Türkei.

Laut aktuellen Angaben der Vereinigung der türkischen Frischobst- und -gemüseexporteure konnten die Lieferungen von frischem Gemüse nach Russland von Januar bis September 2014 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 30 % auf 41'600 t gesteigert werden. Die betreffenden Erlöse erhöhten sich um 9 Prozent auf gut 292 Mio US-Dollar (277 Mio. Euro). Insgesamt entfielen auf Russland im Berichtszeitraum wertbezogen 53 Prozent der türkischen Gemüseexporte.

Die Nachfrage der Russen habe seit dem Importstopp für EU-Waren enorm zugenommen, berichtete der Verband. Die gesamte Ausfuhr der Türkei an Frischgemüse nahm ihm zufolge in den ersten neun Monaten dieses Jahres lediglich um 9'000 t oder 1 Prozent auf 916'300 t zu. Die Einnahmen stiegen um 5 Prozent auf 554 Mio USD (526 Mio. Fr.). Wichtigstes Produkt waren dabei Tomaten. Die entsprechenden türkischen Lieferungen ins Ausland konnten um 107'900 t beziehungsweise 28 % auf 493'800 t ausgebaut werden. Die mit der Ausfuhr von Tomaten erzielten Umsätze stiegen um 14 Prozent auf annähernd 358 Mio. USD (340 Mio. Fr.).

Weitere wichtige Exportgüter der Türkei im Gemüsesegment waren Pfeffer, Gurken und Zwiebeln. Grösste Abnehmer hinter Russland waren Bulgarien, Deutschland, die Ukraine und Rumänien, die in der Berichtsperiode Frischgemüse aus der Türkei im Wert zwischen 27,5 Mio Euro und 34,5 Mio Euro bezogen.

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