
Nach Angaben des Agribusiness Club (UCAB) beliefen sich die Ausfuhren landwirtschaftlicher Produkte auf einen Gesamtwert von rund 21,0 Mrd. Franken (19,32 Mrd. Euro).
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Die Agrarexporte der Ukraine sind 2025 ins Stocken geraten. Nach Angaben des Agribusiness Club (UCAB) beliefen sich die Ausfuhren landwirtschaftlicher Produkte auf einen Gesamtwert von rund 21,0 Mrd. Franken (19,32 Mrd. Euro).
Das waren rund 2,0 Mrd. Franken (1,84 Mrd. Euro) oder etwa 9 % weniger als im Vorjahr. Dennoch steuerte der Agrarsektor mit einem Anteil von 56 % erneut mehr als die Hälfte der Deviseneinnahmen der Ukraine bei. Allerdings ist dieser Anteil leicht gesunken; im Rekordjahr 2023 lag er noch bei 61 %.
Weniger Exporte in die EU
Der auffälligste Trend 2025 war laut UCAB ein Rückgang der landwirtschaftlichen Exporte in die Europäische Union. Während der Anteil der EU an den Agrarexporten in den Jahren 2022 bis 2024 konstant über 50 % gelegen habe, sei er 2025 auf 47,5 % gesunken. Ausschlaggebend dafür seien vor allem die neuen Regeln im Agrarhandel mit der EU, aber auch Änderungen bei den Logistikrouten.
Auf der Importseite zeigte sich dem UCAB zufolge hingegen ein gegenteiliger Trend. Im Jahr 2025 seien die ukrainischen Auslandskäufe landwirtschaftlicher Produkte auf ein Fünfjahreshoch von rund 8,1 Mrd. Franken (7,50 Mrd. Euro) angewachsen; das seien rund 11 % aller Einfuhren des Landes gewesen.
Mit einem Wert von rund 4,3 Mrd. Franken (3,98 Mrd. Euro) seien mehr als 53 % der Agrarimporte aus den Ländern der EU gekommen. Das unterstreicht nach Ansicht des UCAB die Verbundenheit der Ukraine mit dem EU-Markt.
Zuckerexporte deutlich gesunken
Deutlich zurückgegangen ist 2025 unter anderem der Export von Zucker aus ukrainischer Herstellung. Die Nationale Vereinigung der Zuckerproduzenten (Ukrtsukor) meldet eine Ausfuhrmenge von 463’700 Tonnen; das waren 282’300 Tonnen oder 38 % weniger als im Rekordjahr 2024.
Der Hauptfaktor für diesen Rückgang waren laut Ukrtsukor die neu eingeführten Beschränkungen für die Zuckerlieferungen in die EU. Infolgedessen sanken die Exporte in die Gemeinschaft gegenüber dem Vorjahr um 59 % auf 123’000 Tonnen. Künftig darf die Ukraine nur noch 100’000 Tonnen Zucker pro Jahr in die EU ausführen.