Ungarn: Kräftiger Strukturwandel

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Ungarn hat sich in den vergangenen drei Jahren deutlich verringert. Wie die überregionale Tageszeitung «Népszava» berichtet, zählte das Zentrale Statistikamt (KSH) im Juni 2023 in dem EU-Land rund 198’000 landwirtschaftliche Betriebe.

Das waren 18% weniger als drei Jahre zuvor. Im Vergleich zu 2013 ergab sich damit ein Minus von 33%. Der größte Rückgang betraf die Tierhaltungsbetriebe.

Vor allem Betriebe mit niedrigen Bruttoproduktionswerten gaben auf: Für die Klasse mit einem sogenannten Standardoutput von bis zu 8’000 Euro (7’500 Fr.) stellten die Statistiker in der Dekade bis Juni 2023 eine Abnahme um insgesamt fast 50% auf rund 120’800 fest.

Dagegen nahm die Zahl der Unternehmen mit einem Standardoutput von mehr als 100’000 (94’000) um 220% auf etwa 13’000 zu. Damit kämen immer mehr Agrarsubventionen den ungarischen Grossbetrieben zugute, während Kleinbauern immer weniger Unterstützung erhielten, schreibt die Zeitung.

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