US-Farmer verklagt Monsanto wegen GV-Weizen

Der US-Saatgutkonzern Monsanto gerät unter Beschuss, nachdem auf einem Betrieb im US-Bundesstaat Oregon eine nicht zugelassene transgene Weizenlinie gefunden worden ist.

AgE |

Der US-Saatgutkonzern Monsanto gerät unter Beschuss, nachdem auf einem Betrieb im US-Bundesstaat Oregon eine nicht zugelassene transgene Weizenlinie gefunden worden ist.

Die Pflanzen sind offenbar Überbleibsel von Feldversuchen, die Monsanto vor rund zehn Jahren durchführte. Ein Landwirt aus dem Bundesstaat Kansas hat das Unternehmen jetzt auf Schadenersatz verklagt.

Wie US-Medien vergangene Woche berichteten, wirft der Farmer Monsanto grobe Fahrlässigkeit vor. Die Vorfälle liessen die Weizenpreise einbrechen und sorgten für Importbeschränkungen von Drittländern. Ein Anwalt des Landwirts erklärte, der Schaden gehe in dreistellige Millionenhöhen.

Weitere Klagen sind anscheinend in Vorbereitung. Das US-Landwirtschaftsministerium hatte Ende Mai auf die Weizenfunde hingewiesen. Gentechnisch veränderter Weizen ist bislang weder in den USA noch in anderen Teilen der Welt zur Vermarktung zugelassen.

Die Europäische Kommission wird mit den EU-Mitgliedstaaten am Montag über das weitere Vorgehen diskutieren. Im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCoFCAH) steht ferner eine Abstimmung über die Zulassung des Monsanto-Maises „Smartstax“ zum Import als Futter- und Lebensmittel an.

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