US-Landtechnikkonzern stoppt  Umsatzrückgang

Nach einer langen Durststrecke ist der Umsatz beim Landtechnikhersteller AGCO zuletzt nicht weiter gesunken. Der Konzern meldet für das vierte Quartal 2025 einen Nettoumsatz von umgerechnet 2,26 Mrd. Franken. Das waren 1,1% mehr als im Vorjahresquartal. Auf das Gesamtjahr 2025 gesehen ging es mit dem Nettoumsatz aber nach unten. 

AgE |

Der US-Landtechnikkonzern AGCO konnte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 den Umsatzrückgang der vorangegangenen Monate stoppen. Nach Angaben des Unternehmens legte der Nettoumsatz im Vergleich zum letzten Jahresviertel 2024 um 1,1% auf 2,92 Mrd. $ (2,26 Mrd. Franken) zu.

Für die Zeit von Januar bis September 2025 hatte AGCO teils erhebliche Umsatzeinbrüche gemeldet. Im ersten Quartal waren die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 30% gesunken, im zweiten um 19% und um dritten dann nur noch um 5%.

Umsatzminus von 13,5 Prozent

Dementsprechend ging es mit dem Nettoumsatz für das Gesamtjahr 2025 nach unten. Ausgewiesen wird von AGCO ein Betrag von 10,1 Mrd. $ (7,78 Mrd. Franken); im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 13,5%. Einen wesentlichen Beitrag leistete das Segment Präzisionslandtechnik, das einen Umsatz von 860 Mio. $ (662 Mio. Franken) erwirtschaftete.

Dem Unternehmen zufolge hat sich im Geschäftsjahr 2025 die Nachfrage nach neuen Geräten in allen wichtigen Märkten weiter abgeschwächt. Die Verkäufe von Traktoren in Westeuropa lagen um 7% unter dem Vorjahreswert, mit zweistelligen prozentualen Rückgängen in den meisten Märkten. Um 10% sanken die Schlepperverkäufe in Nordamerika, wobei vor allem in den letzten Monaten des Jahres eine Kaufzurückhaltung der Landwirte zu beobachten war, insbesondere in Kategorien mit höherer Leistung. Weniger stark ging der Absatz von Traktoren in Brasilien zurück, nämlich um 2%.

Stabile Produktion erwartet

Für 2026 prognostiziert AGCO einen Nettoumsatz zwischen 10,4 und 10,7 Mrd. $ (8 und 8.2 Mrd. Franken). Der Konzern geht davon aus, dass die Produktion relativ stabil bleiben wird. Auf Grundlage dieser Annahmen wird ein Gewinn je Aktie von etwa 5,50 bis 6,00 $ (4,23 bis 4,62 Franken) in Aussicht gestellt. Der Konzern erwartet vor allem eine weiter zunehmende Nutzung von Präzisions- und Smart-Farming-Technologien.

In Nordamerika wird die Landmaschinenindustrie nach Einschätzung von AGCO auch 2026 unter Druck stehen, bedingt durch eine sich wandelnde Nachfrage nach Exportgetreide und steigende Inputkosten. Die Verkäufe von Grossmaschinen dürften daher um etwa 15% sinken. Besser soll es in Westeuropa aussehen.

Relativ gesunde Betriebseinkommen, hauptsächlich angetrieben von Milch- und Viehproduzenten, sowie eine alternde Landtechnikausstattung sollten eine Nachfrage über dem Niveau von 2025 unterstützen. In Brasilien rechnet der Hersteller mit einer Kaufzurückhaltung, ausgelöst durch hohe Finanzierungskosten und eine eher schwache Kreditwürdigkeit der dortigen Farmer.

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