
Profitieren von der Aktion sollen die heimische Landwirtschaft und Bedürftige.
Gordon Johnson
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) wird Agrarerzeugnisse im Wert von umgerechnet 204 Mio. Franken aufkaufen, um sie an Lebensmittelbanken und Ernährungsprogramme in den USA zu verteilen. Das hat Ressortchefin Brooke Rollins mitgeteilt. Ziel sei es, sowohl die heimische Landwirtschaft zu stärken als auch Menschen zu helfen, die auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen seien.
Konkret sollen laut Angaben von Rollins Butter im Wert von umgerechnet 59 Mio. Franken und Käse im Wert von zusammen rund 26 Mio. Franken eingekauft werden. Für Milch plant das Ministerium Ausgaben von insgesamt gut 15 Mio. Franken ein, für Kichererbsen, getrocknete Bohnen, Schälerbsen und Linsen zusammen 59 Mio. Franken. Zu den weiteren Produkten, die als Lebensmittelhilfe bereitgestellt werden sollen, zählen Birnen und Nüsse. Nicht auf der Einkaufsliste der US-Regierung stehen hingegen Fleischerzeugnisse.
Der Verband der US-Milchproduzenten begrüsste die geplante Aufkaufaktion. Die Massnahme werde den Milchkonsum ankurbeln und den Milchpreis beflügeln. Die Ankäufe würden den Erzeugern eine wichtige Entlastung bringen und ihnen helfen, «die amerikanische Bevölkerung und die Welt mit nahrhaften Milchprodukten zu versorgen».
Das USDA geht für das jetzt laufende Jahr von einer Verringerung der Betriebseinkommen in der US-Milchviehhaltung um insgesamt fast 13% aus. Hauptgrund sei der rückläufige Milchpreis. Bereits 2025 waren die Einkommen laut dem USDA um knapp 4% zurückgegangen.