Verdacht auf Traktor-Kartell

Letzte Woche hat das Bundeskartellamt bei der deutschen Agrarhandelsfirma BayWa in München (D) eine Durchsuchung von Büroräumen vorgenommen. Es besteht der Verdacht auf Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik. Neben der BayWa sind auch andere Unternehmen aus der Branche Gegenstand von Untersuchungen.

Letzte Woche hat das Bundeskartellamt bei der deutschen Agrarhandelsfirma BayWa in München (D) eine Durchsuchung von Büroräumen vorgenommen. Es besteht der Verdacht auf Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik. Neben der BayWa sind auch andere Unternehmen aus der Branche Gegenstand von Untersuchungen.

Am 26. Januar 2016 hat das Bundeskartellamt auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn eine Durchsuchung verschiedener Büroräume des BayWa-Hauptsitzes vorgenommen. Die Untersuchung wird mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter des Agrarhandels-Unternehmens an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik und Ersatzteilen beteiligt gewesen sein sollen. Diese sollen vor allem Traktoren betroffen haben.

Razzien bei weiteren Unternehmen

Aus dem Durchsuchungsbeschluss geht laut deutschen Medienberichten hervor, dass offenbar mehrere Unternehmen aus der Branche Gegenstand der Untersuchung sind.

"Wir arbeiten selbstverständlich mit dem Bundeskartellamt zusammen, damit die Vorwürfe so schnell wie möglich aufgeklärt werden", so der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. "Sollte es in der Vergangenheit zu Fehlverhalten gekommen sein, werden die Verantwortlichen mit aller Konsequenz zur Rechenschaft gezogen."

Interne Untersuchungen

Allerdings hätten interne Untersuchungen der BayWa im letzten Jahr keine Hinweise ergeben, die die jetzt erhobenen Vorwürfe bei der Landtechnik bestätigen würden, schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage.

Durchsuchungen bedeuten noch nicht, dass tatsächlich Kartellverstösse vorliegen. Ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) erklärte in einer am Montag veröffentlichten Reaktion, man müsse die Frage stellen, inwieweit die Interessen der Bauern von den Grossgenossenschaften noch vertreten würden.

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