Viehdiebe haben in Kenia mindestens 23 Polizisten aus dem Hinterhalt erschossen. Die Ermittler hatten am Wochenende in der nördlichen Region Samburu versucht, eine Bande von etwa 600 Viehdieben aufzuspüren. Plötzlich eröffneten im Dickicht versteckte Schützen das Feuer.
Sie seien mit Kalaschnikow-Sturmgewehren bewaffnet gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Zuvor sollen sie rund 1000 Rinder gestohlen haben.
Die Leichen von rund einem Dutzend der Opfer wurden in die Hauptstadt Nairobi geflogen. Ärzte behandelten drei Verletzte im Krankenhaus. Mehrere Männer wurden am Montag noch vermisst. «Wir haben weitere Polizisten geschickt, die nach Überlebenden suchen sollen», sagte der Sprecher. Das Gebiet sei abgelegen und unwegsam.
In Samburu komme es immer wieder zu Gewalt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, die um Vieh, Weideland und Wasser kämpfen.