
Betroffen vom Vogelgrippe-Ausbruch sind schätzungsweise 32'000 Legehennen aus Freilandhaltung. (Symbolbild)
zvg
In einem kommerziellen Geflügelbetrieb in der nordenglischen Grafschaft Northumberland wurde die hochpathogene Vogelgrippe H5N1 nachgewiesen. Der Ausbruch wurde am 19. Oktober 2026 in der Nähe von Belford bestätigt. Betroffen sind schätzungsweise 32'000 Legehennen aus Freilandhaltung, die alle gekeult werden sollen.
Wie das Magazin «Farmer Weekly» berichtet , haben die Behörden haben um den betroffenen Betrieb eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet.
Zweiter Ausbruch der Saison
Es handle sich um den zweiten bestätigten Ausbruch der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) in Grossbritannien in dieser Saison. Anfang Oktober war bereits eine Hinterhofhaltung auf der schottischen Insel Lewis von einer Infektion mit dem Virustyp H5N5 betroffen. Infolge der jüngsten Ausbrüche hat Grossbritannien seinen Status als vogelgrippefreies Land verloren. Dies hat Auswirkungen auf den internationalen Handel.
Gary Ford von der British Free Range Egg Producers Association bezeichnete den Ausbruch gegenüber der Fachzeitschrift «Farmers Weekly» als zwar nicht unerwartet, aber dennoch enttäuschend für die Branche. Besonders belastend sei die Situation für den betroffenen Landwirt und dessen Familie. In der vergangenen Saison waren laut «Farmers Weekly» insgesamt 100 Betriebe von der Vogelgrippe betroffen.
Biosicherheit bleibt zentral
Die Strategie zur Bekämpfung der Tierseuche bleibt laut Ford unverändert. Entscheidend seien die frühzeitige Meldung von Verdachtsfällen, eine rasche Keulung der betroffenen Tiere sowie eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Stallanlagen.
Zudem wird Geflügelhaltern in England empfohlen, die staatlich unterstützten tierärztlichen Beratungen zur Biosicherheit zu nutzen. Im Rahmen des «Animal Health and Welfare Pathway» werden pro Beratung 430 Pfund finanzielle Unterstützung gewährt. Berechtigte Betriebe können für jeden geeigneten Standort bis zu drei Besuche beanspruchen.
Will Raw vom Geflügelausschuss des britischen Bauernverbands NFU ruft Geflügelhalter unabhängig von der Grösse ihrer Bestände zu erhöhter Wachsamkeit auf. Mit der Ankunft weiterer Zugvögel im Vereinigten Königreich müsse besonders auf hohe Biosicherheitsstandards und mögliche Krankheitssymptome geachtet werden.
Impfstoffe werden weiter untersucht
Parallel dazu werden Versuche mit Impfstoffen gegen die Vogelgrippe durchgeführt. Dazu gehören auch neuere Untersuchungen an Truthühnern. Die Ergebnisse dieser Studien sind allerdings noch nicht vollständig ausgewertet.
Gary Ford sieht in der Impfung eine mögliche zusätzliche Massnahme zum Schutz kommerzieller Geflügelbestände. Eine breite Anwendung werde jedoch durch internationale Handelsbeschränkungen und die notwendige Abstimmung zwischen Handelspartnern verhindert.
Big Pharma lässt grüssen.
Es gibt das sprichwort. Gegen alles aus der Natur gibt es ein Kraut. Sprich alles was nicht vom Menschen erfunden wurde wird durch die Natur wieder in einklang gebracht. Daher sollte der Mensch mal aufhören an Biowaffen zu forschen dann würde es auch so einen Mist nicht geben!