
Der Protest blieb mehrheitlich friedlich. Doch es kam auch zu Ausschreitungen.
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Online-Befragungen eines internationalen Forschungsteams unter Leitung der Universität Göttingen (D) bei 2232 Betrieben in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden hat erstmals systematisch Aussagen der Landwirtinnen und Landwirte ausgewertet.
Die Motive der Bauern-Proteste unterscheiden sich deutlich zwischen den Ländern, und politische Reaktionen greifen diese Vielfalt nur teilweise auf. Während in Deutschland vor allem Bürokratie kritisiert wird, stehen in Frankreich finanzielle Belastungen im Vordergrund. In Belgien gibt es eine breite Mischung verschiedener Beschwerden und in den Niederlanden herrscht Unmut über das politische Umfeld vor. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Food Policy veröffentlicht.
Fakten und Emotionen
Die Grundlage der Studie bilden Online-Befragungen, die kurz nach den Protesten durchgeführt wurden. Dabei stellten die Forschenden offene Fragen, um ungefiltert zu erfassen, was Landwirtinnen und Landwirte selbst als wichtigste Gründe für die Proteste nennen. Mit manueller Auswertung und KI-gestützter Textanalyse kategorisierten sie die Antworten und analysierten ihren emotionalen Tonfall.
«So konnten wir nicht nur untersuchen, was Landwirtinnen und Landwirte kritisieren, sondern auch, wie stark Emotionen wie Ärger oder Frustration ihre Aussagen prägen», sagt Doris Läpple von der Universität Göttingen, Erstautorin der Studie. Konkrete Beschwerden wie übersteigerte Bürokratie oder Probleme mit dem Einkommen gingen häufig mit einem frustrierten Ton einher. Allgemeinere Themen wie Unzufriedenheit mit der Politik wurden dagegen teils aggressiver formuliert.
Diskrepanz bei politischen Antworten
Im weiteren Schritt verglich das Forschungsteam die geäusserten Gründe für die Proteste mit den politischen Massnahmen, die darauf auf nationaler und europäischer Ebene folgten. Dabei zeigte sich eine Diskrepanz: Auf einige zentrale Kritikpunkte wie Bürokratie und finanzielle Belastungen gingen Regierungen zwar ein.
Umwelt- und Klimathemen erhielten jedoch überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit im Verhältnis zu ihrer Bedeutung für die Landwirtinnen und Landwirte. «Unsere Ergebnisse legen nahe, dass politische Antworten gezielter an den tatsächlichen Sorgen ansetzen sollten», so Läpple. Eine bessere Berücksichtigung der nationalen Kontexte könne dazu beitragen, Spannungen abzubauen und Vertrauen zwischen Landwirtschaft und Politik zu stärken, lautet das Fazit.
Hier geht es zur Studie .
Die gleichen Gründe wie 2026
Die hohe Arbeitsbelastung von zum Teil 80 Stunden pro Woche.
Eine faire Entlohnung unserer Arbeit.
Fairtrade auch für Schweizer Bauern.
Für eine sichere Grundversorgung.
Für weniger Bürokratie.
Für mehr Akzeptanz und Toleranz vom Konsumenten für die Landwirtschaft.
Eigentlich wollen wir Bauern das was die 98,6% der Bevölkerung die nicht in der Landwirtschaft arbeitet schon hat.
Nicht mehr und nicht weniger.
Wir sind nicht eure Knechte und lassen uns auch nicht weiter so behandeln.!
Gemeinsam für eine Zukunftsfähige Landwirtschaft nach Bern auf den Bundesplatz am 7.3.2026 von 10:00-15:00 Uhr.
Wir sehen uns dann.
Herzliche Grüße Wilhelm Tel