Weniger Stickstoffemissionen durch niederländische Tiere

Die Stickstoffemissionen aus der niederländischen Tierhaltung sind 2025 leicht gesunken und blieben damit unter dem geltenden Grenzwert. Bei den Phosphatemissionen wurde die Obergrenze hingegen überschritten.

AgE |

Pünktlich zur Vorlage des Plans zur Stickstoffreduzierung in den Niederlanden hat das Nationale Statistikamt Zahlen zu den Stickstoff- und Phosphatemissionen der Landwirtschaft veröffentlicht. Demnach wurden 2025 insgesamt 439,5 Mio. Kilogramm Stickstoffverbindungen aus Viehmist ausgestossen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang um 2,1 Prozent. Damit wurde die geltende Stickstoffemissionsgrenze von 440 Mio. Kilogramm eingehalten.

Der auf die Rinderhaltung zurückzuführende Stickstoffausstoss ging im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 292 Mio. Kilogramm zurück. Davon entfielen 260 Mio. Kilogramm auf Milchkühe einschliesslich Jungtiere. Nach Angaben der Statistiker war der Milchviehbestand in den Niederlanden gewachsen, nachdem 2015 die Milchquote abgeschafft worden war.

Das habe den Gülleanfall erhöht, weshalb gezielte Massnahmen zum Bestandsabbau umgesetzt worden seien. Infolgedessen und aufgrund des geringeren Stickstoffgehalts im Viehfutter sei die im Sektor angefallene Stickstoffmenge seither um 72 Mio. Kilogramm oder 14 Prozent gesunken.

Schrumpfende Herden bewirken rückläufige

EmissionenIm Schweinesektor wurden 2025 insgesamt 77,7 Mio. Kilogramm Stickstoffverbindungen freigesetzt; bei Geflügel waren es 48,1 Mio. Kilogramm. Das entsprach gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 3,0 beziehungsweise 1,2 Prozent.

Die Menge des von Schweinen ausgeschiedenen Stickstoffs hat sich im Vergleich zu 2024 um 3 Prozent verringert. Die Freisetzungen aus der Geflügelproduktion gingen um 1 Prozent zurück. Das lag laut den Statistikern hauptsächlich daran, dass in beiden Sektoren weniger Tiere gehalten werden.

Phosphatobergrenze überschritten

Verringert haben sich 2025 auch die Phosphatemissionen aus Viehmist, und zwar um 3,6 Prozent auf 141,5 Mio. Kilogramm. Hier wurde allerdings der geltende Grenzwert um 5 Prozent überschritten.

Der Milchsektor war mit rund 75 Mio. Kilogramm für 53 Prozent der gesamten Phosphatemissionen verantwortlich. Gegenüber 2024 war das ein Minus von 3 Prozent. Seit 2015 ist die Phosphatausscheidung der gesamten Viehpopulation um 21 Prozent gesunken. 

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