Die Ebola-Epidemie gefährdet in den betroffenen Ländern Afrikas die Ernten und die Nahrungsmittelversorgung von aussen. Lebensmittel sind durch Reisebeschränkungen und Quarantäne-Zonen, die den Handel und Transport behindern, oft teuer geworden und schwer zu bekommen.
Dies teilte die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Dienstag in Rom mit. Auch die Landwirtschaft Liberias, Sierra Leones und Guineas leidet demnach enorm: Für die bevorstehende Haupterntezeit für Mais und Reis fehlen auf den Farmen wegen der Reisebeschränkungen und der Flucht vieler Familien oft Arbeiter.
«Der Zugang zu Nahrung ist eine dringende Sorge für viele Menschen in den drei betroffenen Ländern und ihren Nachbarn geworden», erklärte Bukar Tijani, FAO-Beauftragter in Afrika. Die auf den Ebola-Ausbruch zurückgehenden Probleme hätten bereits zu Panikkäufen, Lebensmittelknappheit und extremen Preisanstiegen bei einigen Nahrungsmitteln geführt, hiess es weiter. In den kommenden Wochen und Monaten dürfte sich das Problem noch verstärken, warnte Tijani.
Das Welternährungsprogramm (WFP) kündigte an, die Bemühungen zur Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln zu verstärken. In Guinea, Liberia und Sierra Leone sei eine Nothilfeoperation mit etwa 65'000 Tonnen Nahrungsmittel für insgesamt 1,3 Millionen Menschen in Quarantänezonen und Gesundheitsstützpunkten angelaufen, teilte die UNO-Organisation mit.
«Um das Virus zu bekämpfen, sind umfassende Massnahmen erforderlich, dazu gehört die Unterstützung mit Nahrungsmitteln», sagte Denise Brown, die WFP-Regionaldirektorin für Westafrika, in Dakar.