Zu wenig Schweine: Schlachthof geschlossen

AgE |

Ein deutlicher Rückgang des Schlachtschweineaufkommens in Dänemark zwingt Danish Crown (DC) jetzt zu Umstrukturierungsmassnahmen. Wie das Unternehmen mitteilte, hat der Verwaltungsrat in einer ausserordentlichen Sitzung  beschlossen, den Schlachthof in Sæby zu schliessen. 

Betroffen davon sind 800 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr sei die wöchentliche Zahl der Schlachtungen um mehr als 10 % gesunken, was zu Überkapazitäten geführt habe.

Laut DC kostet das mehr als 39,61 Mio Franken (40,2 Mio Euro) jährlich. «Es ist traurig, dass wir uns von so vielen qualifizierten und loyalen Mitarbeitern verabschieden müssen, aber ein so starker Rückgang der Zahl der Schlachttiere zwingt uns zu reagieren», erklärte DC-Produktionsdirektor Per Laursen.

Keine andere Möglichkeit

Angesichts der Überkapazitäten wäre es unverantwortlich gegenüber dem Unternehmen und unseren Eigentümern, wenn nicht die notwendigen Schritte unternommen würden, um dieses Problem zu lösen.

Daher sehe der Verwaltungsrat leider keine andere Möglichkeit, als die Schliessung von einem der sechs Schweineschlachthöfe in Dänemark zu empfehlen.  

Inflation zwingt zu Ferkelexporte und Betriebsaufgaben

Obwohl die Preise für Schweinefleisch in den Supermarktregalen im vergangenen Jahr gestiegen sind, ist es laut DC für viele dänische Produzenten aufgrund der Inflation und hohen Produktionskosten schwierig geworden, mit der Schweinemast Gewinne zu erzielen.

Einige Halter hätten sich deshalb entschieden, ihre Betriebe zu schliessen. Andere exportierten ihre Tiere als Ferkel, da hierfür die Nachfrage in Polen und Deutschland so gross sei, dass sie den Betrieben ein angemessenes Einkommen sicherten. Beides verringere das Schlachtaufkommen.

800 Entlassungen

Um diesen Trend umzukehren und die Beschäftigung der Arbeiter in den verbleibenden Schlachthöfen in Dänemark zu sichern, muss DC nach eigenen Angaben in der Lage sein, die Preise für Schlachtschweine der genossenschaftlichen Eigentümer auf das Niveau in Deutschland anzuheben und sicherzustellen, dass auch mit der Mast Geld zu verdienen ist.

Eine hohe Auslastung der Schlachthöfe sei dafür Voraussetzung, sonst werde es zu teuer, so Laursen. Während in Sæby 800 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, rechnet DC damit, dass durch bessere Auslastung in den anderen fünf Schlachthöfen innerhalb der nächsten sechs Monate bis zu 450 Arbeitskräfte neu eingestellt werden. Mitarbeiter des Schlachthofs in Sæby würden eine Stelle in anderen Betrieben sowie Umzugshilfen angeboten. 

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