Die russische Regierung hat der Staatsduma einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem das Förderprogramm
«fernöstlicher Hektar» zur Besiedelung entlegener Gebiete erweitert werden soll.
Den Bürgern wird demnach erlaubt, einen zweiten Hektar Land im «Fernen Osten» des Landes zu beantragen, wenn sie die erfolgreiche Nutzung des ersten nachweisen können. Die Regierung will das Programm zudem auf die Arktis ausdehnen.
Die Bürger dürfen den Hektar Land nutzen, um ein Wohngebäude zu errichten oder wirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben. Auf diese Weise sollen nicht genutztes Land wirtschaftlich aktiviert werden und die Steuereinnahmen für den Staatshaushalt steigen.
Ein Grundstück wird einem Bürger für einen Zeitraum von fünf Jahren unentgeltlich zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Nach Ablauf dieser Frist wird das Grundstück entweder zur Pacht angeboten oder als Eigentum an den Bürger übertragen. Nach offiziellen Angaben haben seit Beginn des Programms im Juni 2016 bereits mehr als 89’800 Russen Grundstücke erhalten, deren Gesamtfläche 62’500 ha beträgt.
