Avenir Suisse verteidigt Milchpulverimporte

Christoph Eisenring von der Wirtschaftsdenkfabrik Avenir Suisse verteidigte in der Sendung «10 vor 10» die Milchimporte im Rahmen des Veredelungsverkehrs.

hal/tst/blu |

«Die Veredelungslogik greift erst bei Exportgütern», sagte er. Müssten Unternehmen stattdessen Schweizer Milch zu höheren Preisen abnehmen, leide ihre Wettbewerbsfähigkeit im Ausland. «Wenn die verarbeitende Industrie eine zu geringe Marge in der Schweiz macht und dadurch hier nicht mehr investiert, dann ist das auch schlecht für die Bauern, die dann langfristig einen Absatzkanal verlieren», sagte Eisenring.

Das Bäuerliche Zentrum Schweiz (BZS) widerspricht in einer Mitteilung. Indirekt befürworte Avenir Suisse damit die Vernichtung von Milch, kritisiert das BZS. Es verurteilt diese Haltung «aufs Schärfste» und fordert eine Tagung, um Lösungen für die aktuelle Überproduktion zu finden.

Christoph Eisenring von Avenir Suisse appellierte gegenüber «10 vor 10» an die Milchbranche : «Normalerweise geht auf einem Markt mit einem Überschuss der Preis herunter, und die Konsumenten kaufen mehr Milchprodukte. Wenn man das nicht will oder mit dem Preis zu wenig heruntergeht, dann muss man bei der Menge ansetzen.»

Kommentare (4)

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  • Ketzer | 26.02.2026
    Deutschland importiert Milchprodukte aus Neuseeland.
    Die Schweiz importiert Milchprodukte aus Deutschland.
    Die Schweizer Bauern müssen nachhaltiger produzieren, sonst muss das Klima weinen.
  • Aargauer Bauer | 26.02.2026
    Irgend ein Schlauer vom Schweizerbauer könnte doch einmal ausrechnen wie viel Milch diese importieren Tonnen Milch Pulver die letzten 3 Jahre waren. Diese Menge könnte man dann von der Inlandleisung abziehen und man wüsste sofort ob das Problem hausgemacht ist oder nicht. Danke.
    • Joggi | 28.02.2026
      ..... und der gleiche Schlaue würde gleichzeitig herausfinden, wieviele Tonnen importiertes Kraftfutter in der Milchproduktion gelandet sind und wieviel Mehrmilch das verursacht hat......
  • Kleinbauer | 26.02.2026
    Gemeinsam für eine zukunftsfähige Landwirtschaft nach Bern auf den Bundesplatz am 7.3.2026
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