
Nach Recherchen des «Schweizer Bauer» hat der Bund im 2. Halbjahr 2025 den Import von 7'000'000 Kilogramm Milch und 1'856'450 Kilogramm Milchpulver bewilligt.
zvg
«Die Veredelungslogik greift erst bei Exportgütern», sagte er. Müssten Unternehmen stattdessen Schweizer Milch zu höheren Preisen abnehmen, leide ihre Wettbewerbsfähigkeit im Ausland. «Wenn die verarbeitende Industrie eine zu geringe Marge in der Schweiz macht und dadurch hier nicht mehr investiert, dann ist das auch schlecht für die Bauern, die dann langfristig einen Absatzkanal verlieren», sagte Eisenring.
Das Bäuerliche Zentrum Schweiz (BZS) widerspricht in einer Mitteilung. Indirekt befürworte Avenir Suisse damit die Vernichtung von Milch, kritisiert das BZS. Es verurteilt diese Haltung «aufs Schärfste» und fordert eine Tagung, um Lösungen für die aktuelle Überproduktion zu finden.
Christoph Eisenring von Avenir Suisse appellierte gegenüber «10 vor 10» an die Milchbranche : «Normalerweise geht auf einem Markt mit einem Überschuss der Preis herunter, und die Konsumenten kaufen mehr Milchprodukte. Wenn man das nicht will oder mit dem Preis zu wenig heruntergeht, dann muss man bei der Menge ansetzen.»