D: Milchbranche von Gas stark abhängig

Eckard Heuser, Hauptgeschäftsführer des deutschen Milchindustrieverbandes (MIV), warnte Ende April gegenüber dem Pressedienst Agra-Europe vor den gravierenden Folgen eines Gaslieferstopps durch Russland für die Molkereiindustrie und entsprechend die Rohmilchproduzenten. 

Er wies darauf hin, dass die Produktion der Milcherzeugnisse sehr energieintensiv sei und dass schätzungsweise etwa 80 Prozent des Energiebedarfs der Molkereibranche mit Gas gedeckt sei.

Eine Rückumstellung auf Heizöl wäre aus Umweltgesichtspunkten nur bedingt durchführbar, da die hohen gesetzlichen Anforderungen einen Heizölbetrieb überwiegend nicht mehr möglich machen würden, heisst es in einem Faktenblatt des MIV. Für die Milchproduktion hiesse das begrenzte Lagerkapazitäten der angelieferten Milch von ein bis zwei Tagen.

Die Molkereien haben laut Heuser in den vergangenen 20 Jahren auch aus emissionstechnischen Gründen von Öl auf Gas umgestellt. Da bei Gasmangel ein Rohmilchstau drohe, gehe er fest davon aus, dass die Milchindustrie als systemrelevant eingestuft würde. har

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