Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Produzentenpreise für Milch langfristig steigen. Für die nächsten 5 Jahre wird aber nur mit einem moderaten Anstieg gerechnet. Als Wachstumsmotor werde in den kommenden zehn Jahren der Weltmarkt fungieren.
Erst ab 2020 rechnet die EU-Kommission gemäss ihren neuesten Prognosen mit einer weiteren Erholung, wie aiz.info schreibt. Bis 2020 dürfte sich der Milchpreis bei 32 bis 35 Cent pro Kilo bewegen, danach bei mehr als 35 Cent (38 Rp.). Treiber soll dabei der Weltmarkt sein. Die Kommission geht davon aus, dass die EU gegenüber ihren Mitbewerbern auf dem internationalen Markt zulegen wird. Exportpotenzial wird am ehesten bei Butter, Milchpulver und Käse gesehen.
Kaum wachsen wird der Binnenmarkt. In diesem kommt es voraussichtlich nur zu Verschiebungen innerhalb der Produktpalette. Dabei wird die Nachfrage nach Butter und Crème Fraîche zunehmen, während bei Frischmilch und Joghurt mit einem Rückgang gerechnet wird. Die Kommission erwartet, dass die Milchproduktion in den kommenden zehn Jahren um etwa 1% jährlich steigt. Steigerungen wie 5% im Jahr 2014 werden nicht erwartet.
Dies sei keine positive Perspektive, kritisierte Michel Nalet vom europäischen Verband der Milchindustrie (EDA). Die Durststrecke mit nicht kostendeckender Preise für die Landwirte sei eindeutig zu lang. Die Industrie fordert die Politik zum Handeln auf. Insbesondere Massnahmen gegen Dumpingpreise im Lebensmittelhandel sollen ergriffen werden.