Euro-Krise - Emmi senkt Milchpreis

Emmi will den Bauern, die Milch für Exportprodukte herstellen, weniger zahlen. Dies ist eine der Massnahmen, die der Luzerner Milchkonzern wegen des tiefen Eurokurses beschlossen hat, wie er am Mittwoch den Investoren mitteilte.

Emmi will den Bauern, die Milch für Exportprodukte herstellen, weniger zahlen. Dies ist eine der Massnahmen, die der Luzerner Milchkonzern wegen des tiefen Eurokurses beschlossen hat, wie er am Mittwoch den Investoren mitteilte.

Emmi hat demnach mit einem Massnahmenpaket auf den Entscheid der Nationalbank, den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufzugeben, reagiert. Das Unternehmen sei zuversichtlich, dass somit auch 2015 der Reingewinn im Rahmen der mittelfristig angestrebten 2,5 Prozent bis 3,5 Prozent liegen werde, heisst es in dem Schreiben.

Eine der Massnahmen sind Preiserhöhungen für Exportprodukte. Zudem soll der Preis für Milch, der zu Exportprodukten verarbeitet wird, gesenkt werden. Als weitere Massnahmen genannt werden Preisverhandlungen mit den internationalen Lieferanten und zusätzliche Effizienzprogramme in den Betrieben.

Emmi erwirtschaftet, bei einem hohen Kostenanteil im Inland, einen relativ grossen Umsatzanteil von knapp 50 Prozent im Ausland. Die Emmi-Aktie hatte deshalb stark auf den Entscheid der Nationalbank reagiert.

Emmi ist der grösste Milchverarbeiter der Schweiz. Mehrheitsaktionärin ist die Genossenschaft Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP).

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