«Fettpreise müssen zwingend rauf»

Der Schweizer Bauernverband (SBV) fordert von den Verarbeitern und dem Handel, die höheren Fettpreise, die der Detailhandel zahlt, an die Bauern weiterzugeben. Die Bereicherung auf Kosten der Bauern müsse ein Ende nehmen, mahnt der Verband.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) fordert von den Verarbeitern und dem Handel, die höheren Fettpreise, die der Detailhandel zahlt, an die Bauern weiterzugeben. Die Bereicherung auf Kosten der Bauern müsse ein Ende nehmen, mahnt der Verband.

Seit mehreren Monaten ist die Situation für viele Milchproduzenten miserabel. Mit den tiefen Produzentenpreisen vermochten diese oft nicht einmal die Kosten zu decken. Auf das vierte Quartal 2017 hat die Branchenorganisation Milch (BOM) den Richtpreis für Molkereimilch im A-Segment um 3 Rappen auf 68 Rappen pro Kilo erhöht. In der Folge haben die Molkereien die Produzentenpreise erhöht.

Um den Produzentenpreis aber näher an den Richtpreis heranzuführen, müssten auch die Fettpreise steigen. Eine solche Erhöhung stellte die BOM in Aussicht. Doch bei der Umsetzung harzt es gemäss dem Bauernverband gewaltig. Und dies obwohl die Butterlager sehr tief sind und laut SBV der Bedarf für das Weihnachtsgeschäft kaum gedeckt werden kann.

Der Bauernverband fordert nun von Verarbeitern eine Reaktion. «Die von der BO Milch in Aussicht gestellte zusätzliche Erhöhung der Fettpreise ist zwingend umzusetzen und den Produzenten in Form höherer Preise weiterzugeben», heisst es im Communiqué des SBV. Der Detailhandel zahlt, wie vom Bauernverband vor Monatsfrist gefordert, den Verarbeitern höhere Butterpreise. «Die Verarbeiter stecken das zusätzliche Geld aber in die eigene Tasche, statt es den Bauern weiterzugeben», schreibt der SBV erbost. Die betroffenen Milchbauern wollen nun Taten sehen und keine Ausflüchte mehr hören, heisst es weiter.

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