Grossmolkerei senkt Milchpreis erneut

Der garantierte Rohmilchpreis des internationalen Molkereikonzerns FrieslandCampina für Dezember 2025 beträgt 43,50 Euro (40,65 Fr.)pro 100 Kilogramm Milch. Damit sinkt der Garantiepreis im Vergleich zum Vormonat um 2,50 Euro (2,35 Fr.), wie die Molkereigenossenschaft laut MBI mitteilte.

aiz/blu |

Der Rückgang sei hauptsächlich auf die Erwartung zurückzuführen, dass die Referenzunternehmen ihre Vergütung für konventionelle Milch aus landwirtschaftlichen Betrieben senken werden. Dies gehe einher mit dem Abwärtstrend bei den grundlegenden Molkereiprodukten.

Darüber hinaus sei der Rückgang auf eine negative Korrektur aufgrund einer Überschätzung der Referenzpreise für Milch aus landwirtschaftlichen Betrieben im vergangenen Zeitraum zurückzuführen. Der durchschnittliche Garantiepreis von FrieslandCampina für das Jahr 2025 bis einschlisslich Dezember beträgt 53,71 Euro (50,20 Fr.).

Den Integralen Milchpreis, den die Mitglied-Milchviehhalter erhalten, bezifferte FrieslandCampina für November auf 46,71 Euro (43,65 Fr.). Dieser Preis basiert auf dem Garantiepreis, ergänzt um die maximale Prämie aus dem internen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsprogramm «Foqus Planet» und abzüglich Gebühren und Kosten.

Der Bio-Milch-Garantiepreis von FrieslandCampina steigt für Dezember auf 68,71 Euro (64,25 Fr.) pro 100 kg Bio-Milch, wie es weiter hiess. Damit legt der Garantiepreis im Vergleich zum Vormonat um 0,21 EUR zu. Dieser Anstieg basiert demnach auf der Erwartung, dass die Referenzunternehmen ihre Preise entsprechend der allgemeinen Marktentwicklung für Bio-Milchprodukte halten werden. Der durchschnittliche Bio-Milch-Garantiepreis von FrieslandCampina für das Jahr 2025 bis einschliesslich Dezember beträgt 66,31 Euro (62,00 Fr.). Den Integralen Bio-Milchpreis bezifferte FrieslandCampina für Oktober auf 74,79 Euro (69,90 Fr.). 

Garantierter Milchpreis

Der garantierte Preis ist der Preis, den das Unternehmen den Milchbauern für die Milch garantiert. Der garantierte Preis spiegelt den durchschnittlichen Milchpreis wider, der von einer Reihe von Molkereiunternehmen in Nordwesteuropa gezahlt wird, einschliesslich Zusatzzahlungen, registrierten Vorbehalten, saisonalen Zuschlägen, Mengenzuschlägen, Qualitätszuschlägen und Genossenschaftszuschlägen oder -abgaben.

Auf der Grundlage des monatlichen garantierten Preises erhält eine Milchproduzentin ein Milchgeld. Das Milchgeld richtet sich nach der Menge und dem Eiweiss-, Fett- und Laktosegehalt. Die Differenz zwischen dem garantierten Preis und dem Milchgeld ergibt sich aus dem Ausgleich von Fixkosten und Zuschlägen oder Abgaben.

Kommentare (1)

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  • Werner Locher | 25.11.2025

    Wenn man das liest wird jedem klar, wie der Milchmarkt funktioniert: Der Milchpreis ist nicht das Resultat von Verhandlungen zwischen Produzenten und Käufern, sondern er wird dem Produzenten einfach mitgeteilt.

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