Magermilch geht in die Biogasanlage

In der Schweiz fallen derzeit sehr hohe Milchmengen an. Dies führt zu Engpässen bei der Verarbeitung. Molke landete deshalb in Biogasanlagen.

In der Schweizer Milchwirtschaft macht die Meldung die Runde, dass über die Festtage mangels Alternativen Milch direkt in die Biogasanlage geleitet werden musste, da die Milchbauerngenossenschaft Mooh von der Gesamtbranche nicht genügend Hilfe fand, um den Milchanfall zu bewältigen.

Mooh-Geschäftsführer René Schwager schreibt dazu auf Anfrage: «Ich kann bestätigen, dass die Verarbeitungskapazitäten für die schweizweit sehr hohen Milchmengen über die Festtage sehr knapp waren und auch weiterhin ungenügend sind.» Mooh unterstütze es sehr, wenn endlich national über alle Organisationen hinweg Massnahmen zur Reduktion der Milchmenge und zur Bereinigung der Marktsituation ergriffen würden.

Dies sei dringend nötig, um einen weiteren Milchpreiszerfall zu verhindern. Schwager weiter: «Bisher mussten wir glücklicherweise keine Vollmilch in der Biogasanlage entsorgen. Es ist aber so, dass aufgrund fehlender Kapazitäten Milchnebenprodukte wie Molke oder Magermilch Biogasanlagen zugeführt werden mussten.» Magermilch hat nur noch wenig Milchfett, aber die Milchproteine und der Milchzucker sind noch drin. 

Kommentare (14)

Sortieren nach: Likes | Datum
  • Marcel | 17.01.2026
    Also wenn, dann konsequent: Milch vom Bauern DIREKT in die Biogasanlage. Nicht zuerst noch alles brauchbare rausnehmen, denn von alledem hat ja eh schon zu viel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • Aufi | 17.01.2026
    Das Problem sind die Verarbeiter. Wiso kann man nicht ,die Billig importierten Produkte (Käse,Frischkäse. Joghurt),nicht in der Schweiz produzieren? Ganz einfach ....die wollen nicht,und müssen nicht.
    Solange man mit den Übernahmepreisen spielen kann,ist es nicht nötig.
    Die Bauern sind die Spielkameraden der Verarbeiter und der eigenen Verbänden.
    In Norwegen kostet "Emmentaler SWISS" pro kg. 44.75sfr. und bei uns will ihn niemand mehr essen.
    Produktion einstellen Punkt.
  • Melker | 15.01.2026
    Solange unsere Wohlstandsgesellschaft vermehrt Alternativmilch, ,,Pseudomilch,, ; oder immer weniger bis keine Kuhmilch konsumiert, wird es noch schlimmer werden !
    Mein täglicher Milchkonsum von 1 Liter, hochgerechnet auf die Schweizerbevölkerung, ergäbe wie viele Millionen Liter ?
    • Vewe | 16.01.2026
      Konsumentinnen haben die Freiheit ihre Produkte selbst zu bestimmen. Die Produzenten hingegen muss dies nicht interessieren, werden ihre Kosten mittels Subventionen abgedeckt.
      Der Marktdruck erreicht somit nie die Produzenten. Man fordert einfach höhere Entschädigungen.
      In keinem anderen Wirtschaftszweig werden solche Marktverzerrungen vom Stast unterstützt. Dort lässt man ganze Brachen in Konkurs gehen. Die Arbeitnehemer hätten sich weiter zu bilden, den Beruf zu wechseln. Nur in der Landwirtschaft braucht es dies dank Subventionen nie.
  • Wale | 15.01.2026
    Sollte ein Krieg ausbrechen, wäre solcher Unsinn schon morgen Schnee von gestern.
    • Vewe | 16.01.2026
      Milch aks Schmiermittel oder was meinen Sie. Brot wäre wichtiger, Gemüse noch gesünder.
  • Scherrer mischa | 15.01.2026
    Ethisch nicht vertretbar, eine folge von profitmaximiertem handeln.
    Der käse import steigt und die bauern produzieren nicht mehr milch im schnitt, werden wir ev auch angeschwindelt?
    Ich staune das sich die bauern nicht wehren bei denen es jetzt der fall sein soll.
    • Vewe | 16.01.2026
      Der Markt bestimmt und nicht der Produzent. Wann kommt dies bei den Produzenten an.
  • Peter Haas | 15.01.2026

    Doppelnutzung : Zuerst Molkebäder anbieten und dann in die Biogasanlage .Wieso gehen die Schweine leer aus ? Und die Kühe würden das sicher auch gerne saufen ! Kreislaufsystem.

  • Bergbauer | 14.01.2026
    Den Import und den sogenannten Veredelungsverkehr stoppen, dann haben wir in 14 Tagen zu wenig Milch in der Schweiz.
  • Talbauer | 14.01.2026
    Was für eine ethische katastrophe, viel misswirtschaft mit hohem profitdenken führen zu solchen verzweflungstaten.
    Es hat nicht zu viel milch das ist schwindel, wenn wir zwischen 5 und 10 prozent mehr milch produziert wird gegenüber vorjahr und es angeblich nicht möglich ist es zu verarbeiten liegt die krux an einem anderen ort.
    Es wirt auch mehr käse importiert für was verkehrte welt.
    Diese aktionen könnten noch grössere hunde wecken als mann denkt oder ist das den bauern eigentlich scheissegal was da passiert?
    • Eigen | 14.01.2026
      Manchen käsereimilch Produzenten offenbar schon, da wird weiter gemolken was das Zeug hält,und die Industriemilch Produzenten dürfen dann die "überschussmilch" von den jenigen in Empfang nehmen. !!!
    • Vewe | 16.01.2026
      Ja den Bauern ist die " scheissegal". Zufrieden, denn diese hehen nicht in Konkus wie andere KMUs. Denn diese KMUs erhalten keine Staatshilfe.
    • Stöffu | 16.01.2026
      @vewe

      Die Bauern kriegen Direktzahlungen...
      Subventioniert werden dadurch deine und meine Nahrungsmittel
      Billiger zu produzieren wäre möglich durch einen Strukturwandel, dies ist aber politisch nicht gewollt
×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Wie findet Ihr englische Namen für Kühe?

40.4 % Gut, gebe auch englische Namen
20.6 % Na ja
16.5 % Ist mir egal
22.5 % Schlecht, kann man nicht aussprechen

Teilnehmer insgesamt 218

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?