Bereits in der ersten Jahreshälfte 2025 soll ein ausgearbeiteter Fusionsvorschlag vorliegen, der dann den Gremien beider Unternehmen zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Der Zusammenschluss bedarf darüber hinaus der Genehmigung durch die Kartellbehörden.
Die beiden Fusionspartner ergänzen sich nach Einschätzung der Unternehmensvertreter ausgezeichnet hinsichtlich ihrer jeweiligen Marktposition und Produktportfolios. Die Fusion biete weitere Entwicklungsmöglichkeiten in Marktsegmenten wie Verbraucherkäse, Mozzarella, weisse Milchprodukte und Inhaltsstoffe sowie Effizienz- und Know-how-Vorteile, beispielsweise im Bereich der Nachhaltigkeit, teilten die Unternehmen kurz vor Weihnachten mit.

Der belgischer Milchverarbeiter Milcobel erzielte 2023 einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.
Milcobel
Auf Grundlage der kombinierten Geschäftszahlen für 2023 von FrieslandCampina und Milcobel – aber ohne die Milcobel-Geschäftseinheit Ysco, die verkauft wird - kommt der Zusammenschluss auf einen Proforma-Jahresumsatz von mehr als 14 Mrd. Euro (13,11 Mrd. Fr.). Auf FrieslandCampina entfiel ein Umsatzanteil von 13 Milliarden Euro, während Milcobel einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro erzielte.
Das Gemeinschaftsunternehmen wird dann in 30 Ländern tätig sein, weltweit fast 22’000 Beschäftigte haben und etwa 10 Mio. Tonnen Rohmilch verarbeiten. Diese wird von fast 11’000 Milchviehbetrieben geliefert, die sich wiederum im Besitz von etwa 16’000 Milchviehhaltern in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Nordfrankreich befinden.
