
Hauptsitz und Produktionsstandorte von Cremo: Villars-sur-Glâne (FR), Düdingen (FR), Le Mont-sur-Lausanne (VD), Sierre (VS) und Turtmann (VS).
Cremo
Der Richtpreis für A-Molkereimilch bleibt bis Ende Jahr konstant. Boris Beuret, der Präsident der Schweizer Milchproduzenten (SMP), legt derzeit Folien mit steigenden internationalen Preisen auf. Aber die Freiburger Molkerei Cremo senkt den Preis ab dem 1. November bis Ende Jahr um 2,5 Rappen pro Kilogramm. Das hat Ernst Arn, der Milcheinkäufer der Cremo, den Direktlieferanten gerade noch rechtzeitig am Freitag, 30. Oktober, mitgeteilt.
Eine Unterscheidung zwischen A- und B-Milch gemäss Segmentierungsreglement der Branchenorganisation Milch (BOM) scheint dabei nicht vorgenommen zu werden. Die Cremo reagierte nicht auf eine entsprechende Anfrage. Der Ausschuss der Direktlieferanten habe dem Vorschlag der Cremo zugestimmt, heisst es. Eingangs steht im Schreiben, einige Milchkäufer hätten die Produzentenpreise für November und Dezember bereits deutlich gesenkt. Am Ende des Schreibens werden als Gründe «die aktuellen Herausforderungen auf dem Milchmarkt, die hohen Milchmengen sowie aussergewöhnlich hohe Lagerbestände» genannt.
Diese Faktoren würden aber eher nach C-Milch rufen als nach einer Senkung des A-Preises. Überschrieben ist der Absatz allerdings mit «Unterstützung des Transformationsprozesses bei Cremo». Wahrscheinlich ist der firmeninterne Transformationsprozess gemeint, den der Verwaltungsrat angesichts der finanziellen Engpässe eingeläutet hat. Es heisst im Schreiben auch, die Liquidität sei belastet.
Die Cremo wird für die Vertragsmenge 2026 eine Überlieferung von nur bis zu 5 % akzeptieren. Die Produzenten, welche ihre Vertragsmenge deutlich überschritten haben, sollen an den Exportkosten beteiligt werden. Die Menge über 105 % wird darum als C-Milch abgerechnet – bis zu einem maximalen Anteil von 20 % C-Milch. Die Abrechnung erfolgt mit dem DezemberMilchgeld im Januar.
Natürlich ist es eine Sauerei wenn der Handel 800 t Rahm Importiert, Käse ect.
Aber die Milchbauern haben es halt immer noch nicht gelernt. Die 4 Rappen Erhöhung ende Sommer hat wohl gereicht das viele sich entschieden haben lieber teures Futter Kaufen und weiterhin für ein Schundpreis Milch abliefern.