«Pest und Cholera»: PO Lobag bleibt weiterhin in der BOM

An der Delegierten-versammlung der PO Lobag am Freitagabend hätten die Delegierten entscheiden sollen, ob ihre PO aus der Branchen- organisation Milch (BOM) austreten soll oder nicht. Sie aber vertagten den Entscheid.

Daniel Etter |

An der Delegierten-versammlung der PO Lobag am Freitagabend hätten die Delegierten entscheiden sollen, ob ihre PO aus der Branchen- organisation Milch (BOM) austreten soll oder nicht. Sie aber vertagten den Entscheid.

Am Eingang zum Dorf Kirchberg BE, in dem am Freitagabend die Delegiertenversammlung (DV) der PO Lobag stattfand, deutete ein Transparent, auf welchem die Verantwortlichen der BOM als Versager betitelte wurden, darauf hin, dass es an der DV hauptsächlich um das Traktandum „Austritt aus der BOM“ ging.

Der Präsident Christian von Känel rief in Erinnerung, dass die PO Lobag drei Bedingungen gestellt habe, um in der BOM zu bleiben. Sie verlangt, dass den Schweizer Milchproduzenten (SMP) drei Vorstandssitze gewährt, der Richtpreis eingehalten und die Segmentierung umgesetzt wird. Von Känel  musste ernüchternd feststellen, dass die gestellten Kriterien nicht vollumfänglich erfüllt sind. Trotzdem verspürte man an seinen Worten, dass er lieber in der BOM bleiben möchte. Er befürchtete, dass die PO Lobag durch einen Austritt um Aussenseiter würde, dass sie den Milchmarkt nicht mehr  mitbestimmen kann und dass Nachteile für die Produzenten die Folge wäre.

Kritik aus der Versammlung

Anhand der Wortmeldungen der Delegierten musste festgestellt werden, dass nicht alle dieselbe Meinung  wie ihr Vorstand vertreten. Einige meinten, man drehe sich im Kreis, hoffe immer auf Besserung die nicht eintreffe. Es sei jetzt an der Zeit, ein Zeichen zu setzen und auszutreten. Andere wiederum gingen mit dem Vorstand einig. Sie hatten Angst mit einem Austritt ein Eigengoal zu schiessen.

«Pest und Cholera»

Die Lage war angespannt und der Ausgang der Abstimmung schwer voraussehbar. Schliesslich ergriff der neue Lobag-Präsident Hans Jörg Rüegsegger das Wort. Er zeigte sich unzufrieden mit der Situation. Daran ändere aber ein BOM-Austritt nicht. Er empfahl den Delegierten den Entscheid auf später zu vertagen. Und als Po-Lobag-Vorstandsmitglied Andreas Aebi die Wahl zwischen Austritt und Nichtaustritt mit der Wahl zwischen Cholera und Pest verglich und den Vorschlag von Rüegsegger unterstützte, schienen die Meinungen gemacht. Die Delegierten entschieden grossmehrheitlich noch keinen Entschluss zu einem allfälligen BOM-Austritt zu fassen. Somit bleibt die PO Lobag weiterhin in der BOM.

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