SBV: Resolution zum Milchmarkt verabschiedet

Die Lage am Milchmarkt ist angespannt. Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) hat eine Resolution verabschiedet. Diese fordert unter anderem ein flexibles Instrument zur Mengensteuerung sowie eine verbesserte Transparenz beim Kauf von C-Milch.

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Die Situation am Milchmarkt ist seit Wochen schwierig. Weil nicht mehr alle Milch am Heimmarkt abgesetzt werden kann, werden Butter und Rahm exportiert. Für die Milchproduzentinnen und Milchproduzenten hat das gravierende finanzielle Folgen. Für C-Milch werden teils Preise unter 20 Rappen je Kilo ausgerichtet.

Flexible Mengensteuerung

Auch der Schweizer Bauernverband (SBV) zeigt sich über die Lage am Milchmarkt besorgt. «Letzterer ist geprägt von einer erneuten Phase der Überproduktion, die für die Milchbetriebe zu einem sehr schmerzlichen Preisverfall bei der Industriemilch führte», so der Verband. Der SBV unterstützt aus diesem Grund eine von AgriJura eingereichte Resolution zuhanden der Branchenorganisation Milch (BOM).

Um den Markt zu stabilisieren und wiederkehrende Krisen zu verhindern, fordert die Resolution ein Instrument für eine flexible Mengensteuerung auf Betriebsebene. Bei ersten Anzeichen eines Ungleichgewichts am Markt sollen Mechanismen zur Mengenreduktion aktiviert werden. «Es handelt sich um keine versteckte Kontingentierung», hält der SBV fest.

Mehr Transparenz

Flankierend dazu müssen die Importe über den Veredelungsverkehr mit den Anstrengungen der Schweizer Produzenten abgestimmt werden, fordert die Resolution.

Weiter soll die Transparenz beim Kauf der freiwilligen C-Milch verbessert werden. Weiter fordert die Resolution, dass die inländischen Verarbeitungskapazitäten strategisch gesichert und die Schweizer Milch im Detailhandel aktiv verteidigt werden müssen. Weiter soll die Einhaltung der Swissness-Regeln konsequent durchgesetzt werden.

Mercosur: Zwingend Begleitmassnahmen

Die Mitglieder des Vorstands befassten sich zudem mit internationalen Fragen, unter anderem dem Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Uruguay, Paraguay und Argentinien. Die aussenpolitische Kommission des Nationalrates wird sich demnächst mit dem Abkommen befassen. «Dieses sieht Zugeständnisse im Landwirtschaftsbereich vor, die die betroffenen Branchen auf dem Markt schwächen», schreibt der Verband. Für den Vorstand ist deshalb klar: Der SBV wird dem Abkommen nur zustimmen können, wenn das Parlament der Landwirtschaft adäquate Begleitmassnahmen verbindlich zusichert. pd

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