SMP will (noch) keinen Wiedereintritt in die BOM

Die Beziehung zwischen den Schweizer Milch-produzenten (SMP) und der Branchen-organisation Milch (BOM) gab an der SMP-Delegierten-versammlung in Bern viel zu reden. Die Meinungen gingen teils diametral auseinander. Die SMP will zuerst Verbesserungen bei der BOM sehen, bevor ein Wiedereintritt ein Thema wird.

Jonas Ingold, lid/blu |

Die Beziehung zwischen den Schweizer Milch-produzenten (SMP) und der Branchen-organisation Milch (BOM) gab an der SMP-Delegierten-versammlung in Bern viel zu reden. Die Meinungen gingen teils diametral auseinander. Die SMP will zuerst Verbesserungen bei der BOM sehen, bevor ein Wiedereintritt ein Thema wird.

Die Vision der SMP sieht vor, dass Milchproduzenten im Mittelland einen Verdienst erzielen können, der mit demjenigen anderer Erwerbstätiger mit ähnlichen Anforderungen vergleichbar ist. Davon sind die Milchbauern derzeit aber weit entfernt.

Fünf Stellschrauben vorgestellt

SMP-Präsident Peter Gfeller stellte an der Delegiertenversammlung fünf „Stellschrauben“ vor, mittels derer die Produzenten der Vision näher kommen sollten, unter anderem die Beeinflussung des Absatzes und des Markterlöses. „Die bisher umgesetzten Massnahmen sind absolut ungenügend, um uns der Erfüllung der Vision näher zu bringen“, so Gfeller ernüchtert. Derzeit werde der Preiskampf an der Ladentheke via Handel und Verarbeiter auf die Milchproduzenten abgewälzt. Für Gfeller ist klar, dass die Produzenten in der BOM mehr Einfluss benötigen. Derzeit sei die Produzentenfamilie zu stark vom Handel gesteuert.

Rösti sieht Austritt als Alarmsignal

SMP-Direktor Albert Rösti ging noch einmal auf die Gründe ein, die zum Austritt aus der BOM geführt hatten. Er betonte, dass es nie das Ziel gewesen sei, alles bisher Erreichte zu zerstören. Vielmehr sei es ein Alarmsignal. Rösti zeigte sich unglücklich darüber, dass an der BOM-DV vom Montag der Eindruck aufgekommen sei, dass eigentlich alles relativ gut laufe, die Situation der Produzenten aber kaum thematisiert wurde. Zudem sei die Kritik im Rahmen der BOM-DV am SMP-Austritt auf nicht eben vertrauensbildende Weise erfolgt. Die SMP wird nun eine Arbeitsgruppe einsetzen, welche die Kriterien zu einer möglichen Sistierung des Austritts erarbeiten soll.

Gemäss SMP-Direktor Albert Rösti würden die Verhältnisse in der Schweiz einen Milchpreis von 15 bis 20 Rappen pro Kilo über den Preisen in der EU rechtfertigen. Das lasse sich aber wegen des Überangebots und der unausgeglichenen Machtverhältnisse in der Branchenorganisation nicht durchsetzen.

Unterschiedliche Meinungen

Nach den Referaten von Gfeller und Rösti kam es zu zahlreichen Wortmeldungen der Delegierten. Dabei zeigte sich ein Bild der Uneinigkeit. Während die einen keinerlei Notwendigkeit einer Mitgliedschaft der SMP in der BOM sehen, weil sie sich unter anderem durch die Produzentenorganisationen genügend vertreten fühlen, ist für andere die Mitgliedschaft unabdingbar.

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