System Billigmilch überwinden

Einen „deutschen Konsens für eine wirtschaftlich gesunde und zukunftsfähige Milchmarktpolitik“ hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) von den Agrarministern in Bund und Ländern gefordert.

Einen „deutschen Konsens für eine wirtschaftlich gesunde und zukunftsfähige Milchmarktpolitik“ hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) von den Agrarministern in Bund und Ländern gefordert.

Die aktuelle Tierwohl-Diskussion sei wichtig, werde aber bislang vor allem mit Blick auf die Schweinehaltung geführt, erklärte die AbL am Montag. Dabei stünden der Milchsektor und die damit verknüpfte Rindfleischerzeugung vor denselben Herausforderungen.

Durch eine jahrzehntelange Exportorientierung der EU-Agrarpolitik und steigende Importmengen seien die Proudzentenpreise für Milch massiv unter Druck. Die Höfe intensivierten zunehmend, um ihre Kosten zu senken, berichtete die AbL. Die notwendigen Verbesserungen im Bereich Tierwohl seien arbeits- und dadurch auch kostenintensiv und könnten von vielen Betrieben in der momentanen wirtschaftlichen und arbeitswirtschaftlichen Situation nur sehr schwer oder gar nicht geleistet werden.

Auch die Haltungsbedingungen in der Bullen- und Kälbermast, die mit der Milchviehhaltung eng verknüpft seien, bedürften erheblicher Veränderungen. Vor diesem Hintergrund geht die AbL davon aus, dass die gesellschaftliche Tierwohl-Diskussion nicht abebben wird. Vielmehr sei zu erwarten, dass in diesem Zusammenhang der Milchsektor zunehmend in den Fokus geraten werde. Deshalb müsse die Politik jetzt vorausschauend handeln.

Gebraucht würden Kriseninstrumente und eine Honorierung der Betriebe, die weniger Milch lieferten. Daneben seien in der Arbeitsgruppe Rind der Borchert-Kommission rasch Konzepte für einen Umbau der Rinderhaltung in der Milch- und Fleischerzeugung zu entwickeln, etwa für die Stärkung der Weidehaltung und den Umbau der Anbindehaltung, betonte die AbL.

Neben einer Umbauförderung von Ställen sei es auch wichtig, bestehende Bauernhöfe, die bereits tierwohlund klimagerecht wirtschafteten, für ihre Leistungen zu honorieren und damit auch ihnen eine langfristige wirtschaftliche Perspektive zu geben.

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