Weltmilchmarkt: Coronavirus hat Folgen

Nachdem die ersten zwei Auktionen in diesem Jahr an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade ein positives Gesamtergebnis gebracht hatten, gaben die Notierungen der gehandelten Molkereiprodukte am Dienstag zum Teil deutlich nach. Dies gilt insbesondere für Milchpulver und wasserfreies Milchfett.

Nachdem die ersten zwei Auktionen in diesem Jahr an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade ein positives Gesamtergebnis gebracht hatten, gaben die Notierungen der gehandelten Molkereiprodukte am Dienstag zum Teil deutlich nach. Dies gilt insbesondere für Milchpulver und wasserfreies Milchfett.

Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, sank um 4,7%. Analysten sehen in diesem überraschend deutlichen Index-Rückgang erste Folgen der Ausbreitung des Coronavirus am internationalen Milchmarkt, weil China einer der wichtigsten Käufer bei dieser Auktion ist. 

Milchpulver auf Talfahrt

Negativ entwickelte sich am Dienstag der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl), er sank gegenüber der vorigen Auktion im Schnitt um 4,5% auf 4'626 USD/t (4'504 Fr.). Bei Buttermilchpulver erfolgte ein Rückgang um 5,2% auf 2'886 USD/t (2'810 Fr.). Dem gegenüber erhöhte sich die mittlere Notierung für Butter geringfügig um 0,2% auf 4'258 USD/t (4'146 Fr.). Cheddar-Käse verzeichnete mit 4.302 USD/t (4'188 Fr.) einen spürbaren Index-Anstieg um 6% und Laktose ein Plus von 2,5% auf 830 USD/t (808 Fr.). Höher bewertet wurde bei der jüngsten Auktion auch Kasein mit 9'956 USD/t (9'694 Fr.) (+6%). 

Deutlich nach unten tendierten diesmal die Kurse für Milchpulver: Bei Magermilchpulver sank der Index um 4,2% auf 2'907 USD/t (2'831 Fr.). Die Notierung für Vollmilchpulver - das Leitprodukt dieser Auktion - verringerte sich um 6,2% auf 3'039 USD/t (2'959 Fr.). In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 29'006 t verkauft, damit fiel die Menge gegenüber der vorhergehenden Auktion geringer aus (33'165 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter sank von 191 auf 185. 

Weitere Entwicklung hängt auch von China ab 

Die Analysten führen den Rückgang des GDT-Index in erster Linie auf die Ausbreitung des Coronavirus in China zurück. Die Volksrepublik sei der weltweit grösste Importeur von Milchprodukten und der wichtigste Käufer von Vollmilchpulver bei der GDT-Auktion, wird betont. Die aufgrund der zunehmenden Infektionen mit dem Coronavirus in China veranlassten Restriktionen hätten zur Folge, dass der Konsum im Land gebremst werde, was sich auch auf die Importe von Milchprodukten auswirke, so die Experten. 

Die weitere Marktentwicklung werde somit auch davon abhängen, wie sehr es China gelinge, die Ausbreitung der Viruserkrankung einzudämmen. Generell wären jedoch die fundamentalen Marktdaten günstig: Das globale Milchangebot sei anhaltend knapp, die Kurse für andere Molkereiprodukte seien fest und die Exportnachfrage habe in anderen Weltregionen noch nicht nachgelassen. Die nächste GDT-Auktion findet am 18. Februar 2020 statt. 

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