
Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt. Es handelt sich um die gewichtet durchschnittliche prozentuale Veränderung der Preise.
zvg
Besonders Butter und wasserfreies Milchfett mussten Preisabschläge hinnehmen, wie der Verband der Milcherzeuger Bayern am Mittwoch laut MBI mitteilt. Positiv entwickelte sich dagegen der Käsemarkt: Cheddar konnte nach mehreren schwachen Auktionen erstmals wieder deutlich zulegen.
Butter schwächer
Die Verkaufserlöse für Vollmilchpulver (WMP) stiegen leicht um 0,2 Prozent auf 3019 EUR/t (2823 Fr.). Auch Magermilchpulver (SMP) setzte den positiven Trend fort und legte um 1,2 Prozent auf 2827 EUR/t (2644 Fr.) zu. Damit bestätigt sich die insgesamt stabile Nachfrage nach Milchpulver am Weltmarkt.
Im Gegensatz dazu standen die Fettprodukte unter Druck. Butter verlor 2,3 Prozent und erreichte 4530 EUR/t (4236 Fr.). Auch wasserfreies Milchfett (AMF) gab um 0,8 Prozent auf 5520 EUR/t (5190 Fr.) nach. Der Rückgang deutet auf eine etwas schwächere Nachfrage im Milchfettsegment hin.
Eine Trendwende zeigte sich dagegen bei Cheddar. Nach den deutlichen Preisverlusten der vergangenen Handelsrunden verbesserten sich die Erlöse um 3,8 Prozent auf 3227 EUR/t. (3018 Fr.) Auch Mozzarella setzte seinen positiven Trend fort und stieg um 1,0 Prozent auf 3461 EUR/t (3236 Fr.).
Laktose mit grösstem Plus
Den stärksten Preisanstieg verzeichnete Laktose, deren Verkaufserlöse um 4,1 Prozent auf 1543 EUR/t (1443 Fr.) zulegten. Buttermilchpulver entwickelte sich dagegen schwächer und verlor 2,8 Prozent auf 3438 EUR/t (3215 Fr.).
Insgesamt bestätigt die aktuelle GDT-Auktion ein weiterhin stabiles Marktumfeld für Milchpulver, während sich die internationalen Fettmärkte etwas schwächer präsentieren, resümiert der Verband. Gleichzeitig deutet die Erholung bei Cheddar darauf hin, dass sich der Käsemarkt nach den deutlichen Preisrückgängen der vergangenen Wochen wieder stabilisieren könnte.