Weltmilchmarkt: Guter Start

Nach dem starken Preisrückgang bei der letzten Auktion des Jahres 2019 an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade legten am Dienstag beim ersten Event 2020 die Preise der gehandelten Molkereiprodukte wieder spürbar zu.

Nach dem starken Preisrückgang bei der letzten Auktion des Jahres 2019 an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade legten am Dienstag beim ersten Event 2020 die Preise der gehandelten Molkereiprodukte wieder spürbar zu.

In allen Produktbereichen wurden Zuwächse erzielt, wobei diese bei Kasein, Buttermilchpulver sowie bei Magermilchpulver am deutlichsten ausfielen. Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, stieg um 2,8%. Der Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt. 

Kasein mit grösstem Plus

Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) erhöhte sich gegenüber der vorigen Auktion im Schnitt um 2,3% auf 4'929 USD/t (4'800 Fr.). Die mittlere Notierung für Butter konnte um 3,7% auf 4'029 USD/t (3'923 Fr.) zulegen und jene für Buttermilchpulver sogar um 7,4% auf 3'040 USD/t (2'950 Fr.). Cheddar-Käse verzeichnete mit 4'015 USD/t (3'895 Fr.) einen Index-Anstieg von 3,7% und Laktose eine Zunahme um 2,1% auf 798 USD/t (774 Fr.). Am stärksten stiegen bei der jüngsten Auktion die Kurse für Kasein, und zwar um 8,6% auf 8'973 USD/t (8'704 Fr.). 

Eine positive Tendenz wurde auch bei Milchpulver registriert: Bei Magermilchpulver konnte der Index im Mittel um 5,4% auf 3'026 USD/t (2'946 Fr.) zulegen. Die Notierung für Vollmilchpulver - das am umfangreichsten gehandelte Produkt dieser Auktion - nahm um 1,7% auf 3'150 USD/t (3'067 Fr.) zu. 

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 33'050 t verkauft, damit fiel die Menge gegenüber der vorhergehenden Auktion etwas geringer aus (35'748 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter verringerte sich leicht auf 188. 

Geringeres Angebot begünstigt Preisanstieg 

Die Analysten sehen den Anstieg des GDT-Index im Zusammenhang mit dem deutlichen Rückgang zu Jahresende 2019. Damals habe das vom Weltmarktführer Fonterra angekündigte höhere Milchpulver-Angebot auf die Preise gedrückt, jetzt pendelten die Kurse wieder nach oben, wird betont. Die neuseeländische Milchproduktion dürfte in der aktuellen Saison 2019/20 aufgrund von Witterungsproblemen etwas geringer ausfallen als im Vorjahr, erklärt Westpac-Analyst Imre Speizer. 

Die Agrarexperten der neuseeländischen ABS-Bank weisen darauf hin, dass sich an den fundamentalen Marktdaten nichts geändert habe. Das globale Milchangebot sei nicht drängend und stehe einer stabilen, zum Teil auch zunehmenden Nachfrage gegenüber. Außerdem seien keine nennenswerten Lagerbestände bei Milchpulver vorhanden. Einen Einfluss auf die Marktentwicklung werde weiterhin der chinesische Bedarf haben. Die nächste GDT-Auktion findet am 21. Jänner 2020 statt. 

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