Weltmilchmarkt: Preise legen deutlich zu

In der dritten Auktion der Plattform Global Dairy Trade (GDT) für das Jahr 2026 hat sich die positive Kursentwicklung vom Jahresbeginn fortgesetzt, die Verkaufspreise über alle gehandelten Milchprodukte verzeichneten kräftige Preissprünge.

aiz |

Die Erlöse aus Milchfett, Milchpulver und Käse – die sogenannte Mischtonne – stiegen um rund 6 Prozent gegenüber der vorherigen Auktion, wie der Verband der Milcherzeuger Bayern am Mittwoch mitteilte. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 3830 US-Dollar (2971 Fr.) kostete eine Mischtonne ähnlich viel wie im vergangenen Jahr zu Ende des Oktobers.

Butter mit höchstem Plus

Die Erholungsphase im internationalen Handel mit Milchprodukte hat zu Beginn des Februars überraschend starke Impulse erhalten. Relativ betrachtet waren die Preiszuwächse bei Mozzarella und Magermilchpulver mit 10,6 Prozent und 9,9 Prozent am deutlichsten ausgeprägt. Magermilchpulver erlöste mit 2874 USD/t (2230 Fr.) um 259 USD (201 Fr.) mehr als Ende Januar und reicht an das Jahreshoch von 2025 im April heran. Für Mozzarella pendelten sich die Kurse bei 3694 USD/t (2866 Fr.) ein, wie zuletzt im September des vergangenen Jahres.

In der absoluten Betrachtung war der Preissprung bei Butter mit 459 USD/t (356 Fr.) (+8,6 Prozent) am kräftigsten ausgefallen. Seit dem Preistief im Dezember legten die Butterkurse um 761 USD (590 Fr.) auf 5773 USD/t (4479 Fr.)zu. Wasserfreies Milchfett erlöste um 333 USD/t (258 Fr.) mehr und schloss den Handel bei 6524 USD/t (5062 Fr.), ein Plus von 5,4 Prozent.

Vollmilchpulver steigt um 4,8%

Cheddar wurde zu durchschnittlichen Kursen von 4772 USD/t (3703 Fr.) gehandelt, was zur letzten Auktion einen Anstieg von 178 USD (138 Fr.) oder 3,9 Prozent bedeutet. Vollmilchpulver, das mengenmässig das grösste Handelsvolumen einnahm, wurde um 4,8 Prozent bzw. 165 USD (128 Fr.) höheren Kurs gehandelt und kostete durchschnittlich 3614 USD/t (2804 Fr.). 

Seit Juni 2025 hatten die Kurse stetig an Höhe verloren. Mit einer gehandelten Menge von 24’034 t wurde rund 14 Prozent weniger umgesetzt, was im Vergleich zu den Vorjahren einer durchschnittlichen Menge entspricht. Die Zahl der Bieter erhöhte sich auf 175 Teilnehmer.

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