Die Branchenorganisation Milch (BOM) habe eine angebliche «Verschärfung» der Milchkaufverträge beschlossen. «Unsere Befürchtungen sind dabei leider bestätigt worden», schreibt die Milchbauern-Basisorganisation BIG-M in einer Mitteilung.
«Jeder soll liefern, so viel er kann. Keine Steuerung der Milchmengen nach Angebot und Nachfrage», lautet das Fazit. Damit sei Artikel 37 Absatz 2 des Landwirtschaftsgesetzes nicht umgesetzt, der Regelungen über Mengen verlange. Diese Übung mit unzähligen teuren Sitzungen hätte sich die BOM nun wirklich sparen können, so BIG-M. Ausser noch mehr unnützem Bürokram für die Milchhändler bringe dieser Beschluss absolut nichts.
Wörtlich schreibt die BIG-M: «Überschüsse sollen partout nicht verhindert werden. Alle die, welche diesem BOM-Papier zugestimmt haben, wussten das. Aber man hat die Hand hochgehalten und tut nun so, als hätte die Branche ihre Hausaufgaben gemacht. Wie peinlich ist denn das? BIG-M fragt sich einmal mehr, ob sich die Produzentenvertreter nicht schämen, so einen Quatsch mitzumachen.»
BIG-M schreibt, alle redeten von der Stärkung der Position der Milchproduzenten. Doch dafür musste der Milchmarkt im Lot sein. Die Basisorganisation kommt deshalb zum Schluss: «Offensichtlich haben einmal mehr jene Interessenvertreter gewonnen, welche von einer Überschusssituation hemmungslos profitieren.»