ZMP: Milchpreise kommen ins Rutschen

Die Lage am Milchmarkt ist angespannt. Das wirkt sich auch auf den Preis aus. Die Zentralschweizer Milchproduzenten senken aufgrund der hohen Einlieferungen den Preis ausserhalb der Monatsvertragsmenge. Der Basispreis dürfte Anfang 2026 sinken.

Die Milcheinlieferungen in der Schweiz sind heuer im Vergleich zu den Vorjahren deutlich höher. Im September wurden gemäss Statistik der TSM 291'585 Tonnen angeliefert, das sind 1,5 Prozent oder 4219 Tonnen mehr als 2023 und 2024. Auch die kumulierte Milchproduktion der Monate Januar bis September liegt mit 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden bis Ende September 2'573'804 Tonnen eingeliefert, 27'449 Tonnen mehr als in der Vorjahresperiode.

Und auch im Oktober ist keine Trendwende abzusehen. Wie die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) in ihrem jüngsten Info schreiben, ist die Produktion der konventionellen ZMP-Lieferanten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,3 Prozent gestiegen. «Bei Berücksichtigung der Neulieferanten – vor allem Wechsler aus der Tunnellösung – war die Produktion 6,4 Prozent über Vorjahr», heisst es weiter.

Bei den ZMP-Produzentenpreisen gibt es ab Dezember eine Veränderung. Aufgrund der sehr hohen Milchmengen sinkt der Preis ausserhalb der Monatsvertragsmenge um 10 auf 40 Rappen pro Kilo. «Der Preis ausser Monatsvertragsmenge bleibt auch in den nächsten Monaten auf tiefem Niveau», halten die ZMP fest. Ab Januar 2026 gilt die gesamte Menge als C-Milch. Der «Preis ausserhalb Monatsvertragsmenge» ist der Preis, der für Milch bezahlt wird, die über die im Monatsvertrag vereinbarte Menge hinaus geliefert wird.

Beim ZMP-Basispreis gibt es per 1. Dezember 2025 noch keine Änderung. Er bleibt bei 63 Rp./kg. Doch im Januar 2026 kommt dieser Preis ins Rutschen. «Der Basispreis wird zurückgehen, damit Kosten aus der Überschussverwertung, aber auch Kosten durch die höhere Preisdifferenz zum Ausland finanziert werden können», halten die ZMP fest.

In der EU sind die Milcheinlieferungen auch höher als im Vorjahr, im August waren es 2,9 Prozent mehr. Gemäss ZMP sind deshalb teils deutliche Preisreduktionen zu erwarten.

Kommentare (5)

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  • Bauer mit Hirn | 21.11.2025
    Des Bauern (mit Familie und wohl ohne Hof) grosse Leidenschaft,
    man über den Schaden anderer lacht.
    Selber man aber die Erwartung pflegt,
    die Bauernschaft zusammensteht,
    denn des Nachfolgers Zukunft lege ihm am Herzen,
    man fragt sich, ober es so nicht tut verscherzen.
    In deinem Fall kann der Strukturwandel nicht schnell genug gehen.
  • Hegglin | 21.11.2025
    Wie schön war’s doch noch ,alles die Bauen zweimal täglich zur Gewerblichen Käserei ( Sammelstelle) fuhren und ihr kostbares weisses Gold (🥛🥛) 🆎lieferten . Heut zu Tags, fahren moderne LKW s von Hof zu Hof , und sammeln die 2-3 Tage alte Milch in grossen Tanks . Wo und zu was, und zu welcher Zeit , die (alte frische ) tiefgekühlte 🥛🥛verwertet wird, wissen nur die wenigsten Bauern . Käserei der Fee ( 🧚‍♀️ )lässt grüssen. Vertrauen ist gut , Kontrolle ist besser !!!
  • Hochi | 21.11.2025
    Ich möchte gerne wissen, wie das verhältniss zu den lieferrechten ist? Werden die überliefert, oder liegen sie in den +\-5% bereich? Davon redet niemand, nur immer vom vorjahr… ich glaube nicht das sie überrascht sind von der menge, man sucht einfach eine ausrede.
  • Bauer mit Familie | 20.11.2025
    Gut so .
    • Bauer ohne Familie | 21.11.2025
      Was soll daran gut sein?
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