
Die Asiatische Hornisse ist eine invasive gebietsfremde Insektenart aus Südostasien
flickr/Gilles San Martin
Wie der Kanton Bern mitteilt, hat das zuständige Amt für Landwirtschaft und Natur auf Basis seiner mehrjährigen Erfahrung bei der Bekämpfung dieser invasiven gebietsfremden Insektenart aus Südostasien eine kantonale Strategie entwickelt.
In diesem Zusammenhang beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Kredit über zwei Millionen Franken für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse in den Jahren 2027 bis 2030. Damit sei die vom Grossen Rat im Frühling 2024 überwiesene Motion «Bekämpfung der Asiatischen Hornisse» erfüllt, so der Kanton.
Vorstoss forderte Bekämpfung und Prävention
Der parlamentarische Vorstoss «Bekämpfung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax)» wurde im November 2023 im Berner Grossen Rat eingereicht. Gefordert wurden eine Strategie zur Bekämpfung und Prävention, ausreichend Personal und finanzielle Mittel sowie eine bessere Information der Bevölkerung.
Seit dem Jahr 2023 breitet sich die Asiatische Hornisse rasch in der Schweiz aus, erstmals auch im Kanton Bern. Bis Ende Oktober wurden schweizweit über 1000 Funde und mehr als 160 Nester in 13 Kantonen registriert, heisst es im Vorstoss. Die Hornisse jagt Insekten, wobei Honigbienen einen bedeutenden Anteil ihrer Beute ausmachen können. Dadurch werden Honig- und Wildbienen sowie die Bestäubungsleistung gefährdet.
-> Nester der Asiatischen Hornissen melden
Übergeordnete Strategie gegen Neobioten
Die Nester der Asiatischen Hornisse seien schwer zu finden, da sie sich oft hoch oben in Bäumen versteckt befinden. Zur Nestsuche werden unter anderem die Methoden der Triangulation und Radiotelemetrie sowie teilweise Drohnen eingesetzt. Die Entfernung ist anspruchsvoll und muss aus Sicherheitsgründen professionell erfolgen. «Laut Fachstelle Bienen des Kantons Bern kann eine Nestsuche und -vernichtung 5000 Franken kosten», heisst es im Vorstoss.
-> Die asiatische Hornisse wird zur Bedrohung
Die Zuständigkeiten für invasive gebietsfremde Arten seien zum Zeitpunkt der Einreichung des Vorstosses auf verschiedene kantonale Ämter, Gemeinden und Verbände verteilt und laut Vorstoss nur ungenügend koordiniert. In seiner Antwort auf den Vorstoss anerkannte der Regierungsrat die Bedrohung, sieht aber eine übergeordnete Koordinationsstelle für invasive Neobioten als sinnvoller an, als eine isolierte Strategie nur für die Asiatische Hornisse.