57’000 Franken für Eiche – Dorf steht Kopf

Das Seeländer Dorf Kallnach war in absoluter Feststimmung. Grund dafür war die nur alle 20 Jahre stattfindende Eichenfuhr. Die Tradition der Eichenfuhr geht ins 19. Jahrhundert zurück. Mehr dazu in unserer Bildergalerie.

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Alle 20 Jahre verwandelt die Eichenfuhr das Dorf Kallnach in eine lebendige Bühne voller Masken, Musik und Brauchtum. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Eichenfuhr in Kallnach belegt – erstmals 1889.

Der Name des Festes leitet sich von der Eiche ab, die als prächtig geschmückter Hauptdarsteller auf einem Wagen durchs Dorf gezogen wird. Die Burgergemeinde schenkt der Dorfjugend die Eiche, die dann auf dem Festplatz versteigert wird. Der Erlös der Eiche kommt den ledigen Dorfbewohnern zu Gute.

Mit einem grossen, farbenfrohen Umzug mit über 80 Bildern durch das Dorf ging das Fest dem Ende entgegen. Die Hauptdarstellerin, die grosse Eiche bildete den Abschluss des Umzuges.

Die Eiche wurde anschliessend vor einen riesigen Publikumsaufmarsch auf dem Festgelände versteigert. Mit grossem Applaus nahmen die Zuschauer den Preis von 57‘500 Franken zur Kenntnis. Ursprünglich Teil der sogenannten Trämelfuhren – bei denen zur Fasnachtszeit geschmückte Bäume durchs Dorf gezogen wurden – verlagerte sich der Kallnacher Brauch in den Frühling respektive Sommer und entwickelte sich über Jahrhunderte weiter, heisst es auf der Website des Veranstalters.

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