Dass ober- und unterirdischen Gewässer unter Druck stehen, gilt insbesondere in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und einer intensiven Landnutzung. Erstmals erscheint der Gewässerbericht des Kantons Bern nur noch in elektronischer Form. Der Bericht beschreibt den Zustand der Gewässer der letzten 3 Jahre.
Auch Landwirtschaft ist gefordert.
Zahlreiche mittelgrosse und kleine Fliessgewässer in ackerbaulich genutzten Gebieten weisen nach wie vor zu hohe Konzentrationen an Nitrat oder Pflanzenschutzmitteln auf. Und auch das Grundwasser in diesen Gebieten ist mit zu hohen Nitratwerten sowie Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet.
Deshalb sind Massnahmen zum Schutz der Gewässer notwendig, beispielsweise der Ausbau von Kläranlagen oder die Reduktion von Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft.
Denn mit der Erwärmung der Gewässer entstehen weitere Probleme, wie etwa eine veränderte Artenzusammensetzung sowie ein Rückgang empfindlicher Organismen. Zudem breitet sich mit der invasiven Quaggamuschel im Bielersee eine gebietsfremde Art aus, die das bestehende Ökosystem markant verändern wird. Deren Verschleppung in andere, noch nicht besiedelte Gewässer muss unbedingt verhindert werden.
Bericht nur noch online verfügbar
Der aktuelle Gewässerbericht erscheint erstmals nicht mehr als Printausgabe. Neu fassen 16 thematisch gegliederte Faktenblätter die Untersuchungen der Gewässer im Kanton Bern und ihren Zustand für die Zeitspanne von 2019 bis 2022 zusammen.
In einem Flyer werden die Inhalte vorgestellt, wobei ein QR- Code direkt zum jeweiligen Faktenblatt führt. Flyer, Faktenblätter sowie weitere Informationen sind auf dieser Webseite .
