Im Mai 2012 haben Bauern im Berner Seeland die Produzentenorganisation Genossenschaft Gemüse Erzeuger Seeland (GES) gegründet. Die Geschäftstätigkeit wurde seither stetig weiterentwickelt. 2020 waren gemäss Angaben auf der Website 70 Betriebe Mitglied der GES. Die Produktionsfläche umfasste rund 1'500 ha, der Umsatz wurde auf rund 20 Millionen Franken beziffert.
Im Frühjahr 2023 erfolgte ein Meilenstein. Seit dem Saisonstart vermarktet die GES ihre Produkte selbst. Für die Verarbeitung und Logistik arbeitet sie mit zwei bewährten Dienstleistungs-Partnern zusammen. Als Direktplattform liefert die GES ein Teilsortiment in die Genossenschaft Migros Aare.
Um sich die Kundenbedürfnisse noch besser wahrnehmen zu können und die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten, organisiert sich die GES nun neu. Am 11. Juli haben 30 Produzenten in Aarberg BE die Gemüse Erzeuger Seeland AG gegründet. «Mit der neuen AG werden die Strukturen für eine strategische Weiterentwicklung der Unternehmenstätigkeit geschaffen», heisst es in einer Mitteilung. Sitz des neuen Unternehmens ist Müntschemier BE. Die Genossenschaft wird nach einer Übergangsfrist aufgelöst.
Im Verwaltungsrat der GES AG nehmen die vier Produzenten Simon Hämmerli, Simon Van der Veer, Michael Moser und Stefan Rothermann Einsitz. Matthias Zurflüh komplettiert als Verwaltungsratspräsident das Gremium. Das operative Geschäft des Unternehmens leitet Geschäftsführerin Corinne Fernes. Sie ist Nachfolgerin des langjährigen Geschäftsführers Sam Zurbrügg. Er wird der GES AG als Berater erhalten bleiben.
